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Osnabrück verliert erstes Finalspiel

Die GiroLive-Panthers Osnabrück sind mit einer Niederlage in die Finalserie der 2. DBBL Nord gestartet. Beim 74:79 (31:39) gegen die Bergischen Löwen kämpften sich die Gastgeberinnen nach einem zwölf-Punkte-Rückstand eindrucksvoll zurück, gaben aber in den letzten fünf Minuten noch eine 68:59-Führung aus der Hand. „Die Enttäuschung ist natürlich groß. Aber wir haben erst einmal nur ein Spiel und den Heimvorteil verloren. Zu den Playoffs gehört es, nach einem schlechten Spiel zurückzukommen“, sagte Trainer Mario Zurkowski.

Mitte des ersten Viertels, nach Dreiern von Melina Knopp und Jenny Strozyk, lag sein Team auf Kurs (12:7; 5. Minute). Die Gäste antworteten mit einem 0:8-Lauf, den Sarah Olson nach dem ersten Foul der Löwen in der 9. Minute von der Freiwurflinie stoppen konnte (13:15). Ein Dreier der Amerikanerin sorgte für den 18:22-Zwischenstand nach dem ersten Viertel. Vor allem in Sachen Rebounds ließen sich die Panthers den Schneid abkaufen.

Zu Beginn der zweiten zehn Minuten lief auf beiden Seiten nicht viel zusammen (19:24; 14.) Für Osnabrück hielt dann Kata Takács mit sieben Zählern in Folge dagegen (29:31; 16.). Doch dank Marquisha Harris und Majda Ghariani gingen die Löwen erstmals zweistellig in Führung (29:39; 19.). Den letzten Korb der ersten Hälfte verbuchte Tonia Dölle. „Wir waren von Beginn an nicht auf dem Feld und vor der Pause wie gelähmt“, beklagte Zurkowski.

Mit vier schnellen Punkten sorgte Liga-Topscorerin Kristina Puthoff-King für den höchsten Abstand der Partie (31:43; 21.). Als Osnabrück dank bissiger Verteidigung auf 37:43 verkürzte, nahm Jermaine Barnes eine Auszeit (22.). Nach einem unsportlichen Foul von Brianna Rollerson und einem technischen Foul gegen Mario Zurkowski betrug der Rückstand nach den fälligen Freiwürfen und dem folgenden Angriff wieder zehn Zähler (39:49; 26.).

Rowie Jongeling und Tonia Dölle leiteten mit ihren Distanztreffern eine Aufholjagd ein (45:50; 27.). Fouls unter dem Gäste-Korb wurden nun konsequent geahndet, so dass Kata Takács von der Freiwurflinie zum 51:50 traf (29.). In den letzten 4:39 Minuten des Viertels ließen die Gastgeberinnen keinen Feldkorb zu und gingen mit einer 56:51-Führung in den Schlussabschnitt.

Im vierten Viertel sahen die 800 Zuschauer in der ausverkauften OSC-Halle A, wie die vier Eigengewächse Annemarie Potratz, Melli Knopp, Emma Eichmeyer und Tonia Dölle gemeinsam mit Brianna Rollerson einen 68:59-Vorsprung herausspielten (35.). Doch dann nahm Kristina Puthoff-King das Heft in die Hand. Sie erzielte neun Punkte in Folge, durfte dabei immer wieder an die Freiwurflinie gehen (68:68; 38.).

Von der Freiwurflinie brachte Marquisha Harris die Gäste in Führung, die Jenny Strozyk postwendend mit einem beherzten Zug zum Korb ausglich. King und Ghariani verschafften den Löwen einen Vorteil (70:74; 39.). Doch Rollerson verkürzte auf 72:74. King war anschließend im Eins-gegen-eins erfolgreich, Rollerson setzte sich trotz intensiver Bedrängnis zum 74:76 durch. Es folgte ein Stop-the-clock-Foul, Harris verwandelte sieben Sekunden vor Schluss nur einen Freiwurf (74:77). Nach der folgenden Auszeit kam Sarah Olson frei von der Dreierlinie zum Wurf, der Ball prallte aber vom Ring ins Feld zurück. „Wir haben lange als Team dagegengehalten. Das war eine starke Leitung der Löwen, auch dank ihrer individuellen Qualität“, musste Zurkowski anerkennen.

In der Schlussphase blieben die Pfeifen der Schiedsrichter bei Osnabrücker Aktionen zumeist stumm. Neun Fouls wurden für die Panthers notiert, drei auf Seiten der Gäste. Doch die Niederlage ist nicht allein an den Fouls (23:18) festzumachen. 20 Ballverluste (Löwen 9) schmerzen ebenso wie nur drei Ballgewinne (11). Und gerade in einem engen Spiel kommt der Trefferquote von den Freiwürfen eine hohe Bedeutung zu (12/20 gegenüber 21/26). Während Osnabrück stark von der Dreierlinie war (10/20) und die Gäste aus der Distanz gar keine Zähler verbuchten (0/14), sah es unter dem Korb anders aus (16/32 bzw. 29/53). Bei den Rebounds waren die Bergischen Löwen konsequenter (34:37), in Sachen Teamplay die Panthers (17:7 Assists).

Am Samstag, 20. April, kommt es um 15.30 Uhr in Bergisch Gladbach zum zweiten Aufeinandertreffen. Zurkowskis Team benötigt einen Sieg, um das entscheidende letzte dritte Spiel zu erzwingen. Dies wäre am Ostermontag, 22. April, um 16 Uhr in der OSC-Halle A.

Die Viertel im Überblick: 18:22; 13:17; 25:12; 18:28.

Für Osnabrück spielten: Esther Borchers (nicht eingesetzt), Frieda Bühner (n.e.), Tonia Dölle (14 Punkte/3 Dreier), Julia Dzeko (n.e.), Emma Eichmeyer (5), Rowie Jongeling (3/1, 10 Rebounds), Melina Knopp (10/2), Sarah Olson (7/2), Annemarie Potratz (2), Brianna Rollerson (14), Jenny Strozyk (9/1, 5 Assists), Kata Takács (10/1).