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Klarer Sieg im Spitzenspiel

Die GiroLive-Panthers Osnabrück haben das Spitzenspiel der 2. DBBL Nord überraschend deutlich gewonnen: Der Spitzenreiter führte zwischenzeitlich mit bis zu 34 Punkten gegen die Bergischen Löwen und gewann am Ende auch in der Höhe verdient mit 73:47 (46:23). „Für den Moment können wir sehr zufrieden sein. Wir haben uns als Team präsentiert und über weite Phasen sehr dominanten Basketball gespielt“, war Headcoach Mario Zurkowski zufrieden.

Und das direkt von Beginn an. Über 12:4 (5. Minute) zogen die Panthers vor 800 Zuschauern in der OSC-Halle A auf 17:4 davon. Das i-Tüpfelchen auf dem furiosen ersten Viertel war die letzte Aktion: 1,2 Sekunden vor der Viertelpause erhielt Sarah Olson den Ball nach einem Einwurf und netzte zum 31:14 ein. „Wir waren von Beginn an sehr fokussiert an beiden Enden des Feldes“, freute sich der Trainer über den gelungenen Auftakt.

Im zweiten Viertel lief es offensiv zwar nicht mehr so rund. „Aber wir haben überragend verteidigt. Unser defensiver Gameplan ist voll aufgegangen“, so Zurkowski. Dieser Plan sah unter anderem vor, Liga-Topscorerin Kristina Puthoff-King aus dem Spiel zu nehmen. In den vorherigen vier Partien kam sie auf 34 Punkte pro Spiel. Diesmal waren es „nur“ 22 bei einer dürftigen Trefferquote (9/25). „Kata, Melli und Emma haben das sehr gut gemacht“, lobte der Coach das Trio. Der Vorsprung wuchs auf 23 Zähler (46:23).

Im dritten Viertel erspielte sich der Tabellenführer freie Würfe, haderte aber mit der Trefferquote. Weil aber die Defensive weiterhin kaum zu überwinden war, schafften es die Löwen nicht, den Abstand deutlich zu verringern (55:34). „Die erste Halbzeit war sehr intensiv, wir haben das Tempo daher auch etwas rausgenommen“, erklärte Zurkowski das durchwachsene dritte Viertel.

Der finale Spielabschnitt war nur noch Formsache. Rowie Jongeling hatte mit guten Aktionen vorne und hinten Anteil daran, dass es fünf Minuten vor Schluss 70:34 stand. So konnten in der Schlussphase auch noch Esther Borchers, Julia Dzeko, Tessa Strompen und Heimdebütantin Frieda Bühner gegen den Tabellenzweiten auflaufen.

„Obwohl wir keine guten Wurfquoten hatten, haben wir eine gute Balance bei den Abschlüssen gefunden. Dass der Sieg trotzdem so deutlich ausgefallen ist, hat uns sehr überrascht“, sagte der Trainer. „Das Publikum hat uns toll unterstützt. Wir ziehen viel Selbstvertrauen aus diesem Sieg für die kommenden Aufgaben. Die Playoffs werden aber ohnehin nochmal eine ganz andere Nummer.“

Apropos Playoffs: Die Panthers müssten alle verbleibenden fünf Spiele verlieren, Bad Homburg und Rotenburg müssten alle gewinnen – und den direkten Vergleich gegen den Tabellenführer. Nur dann könnte Osnabrück noch auf Platz 5 abrutschen.

Ein Zeichen für die willensstarke Leistung der Panthers: 58:41 Rebounds. Außerdem gaben sie den Ball nur 13-mal leichtfertig her, die Bergischen Löwen 17-mal. 16:11 Assists und 9:5 Steals sprechen ebenfalls für die Gastgeberinnen. Zwar traf Osnabrück nur 3 der 22 Dreierversuche, Bergisch Gladbach blieb aber sogar ohne Treffer (0/12). Von den 32 Freiwürfen verwandelten Jenny Strozyk & Co. 24, die Gäste 7 von 14.

Die Viertel im Überblick: 31:14; 15:9; 9:11; 18:13.

Für die Panthers spielten: Esther Borchers, Frieda Bühner, Tonia Dölle (14 Punkte), Julia Dzeko, Emma Eichmeyer (4), Rowie Jongeling (7/1 Dreier, 12 Rebounds, 4 Blocks), Melina Knopp (9/1), Sarah Olson (3/1), Brianna Rollerson (19, 16 Rebounds), Tessa Strompen, Jenny Strozyk (9, 7 Assists, 3 Steals), Kata Takács (8).