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Panthers kassieren erste Saisonniederlage

Ausgerechnet im letzten Spiel des Jahres haben die GiroLive-Panthers Osnabrück die erste Niederlage der Saison 2018/2019 kassiert: Eine Woche nach dem 85:69-Erfolg bei den TG Neuss Tigers gab es jetzt eine 63:75 (32:41)-Heimniederlage gegen diesen Gegner. „Mit solchen für unsere Verhältnisse unterirdischen Wurfquoten wird es schwierig, ein Spiel in dieser Liga zu gewinnen. Wir wussten aber, dass der Zeitpunkt kommt und wir auch mal ein Spiel verlieren werden. Ich bin froh, dass es jetzt passiert ist und wir noch einige Zeit haben, an verschiedenen Dingen zu arbeiten“, sagte Trainer Mario Zurkowski. 

Zweieinhalb Minuten waren gespielt, da hatten bereits alle fünf Starterinnen der Gastgeberinnen gepunktet und für eine 11:0-Führung gesorgt.  Rowie Jongeling setzte in der Defensive ein Zeichen und ermögliche Milica Milosev leichte Punkte im Fastbreak (17:8; 6. Minute). Die 650 Zuschauer in der OSC-Halle A waren nach den ersten zehn Minuten guter Dinge (24:17). „Wir sind super gestartet, alles lief nach Plan. Vielleicht haben wir uns gedanklich zu früh in die Weihnachtspause verabschiedet“, so der Coach.

Im zweiten Viertel beendete Tonia Dölle mit einem beherzten Zug zum Korb die Flaute der Panthers (26:22; 13. Minute). Die Ex-Osnabrückerinnen Britta Worms und Dara Taylor machten dann aus einem 28:24 ein 28:30 aus Sicht des Tabellenführers (16.). Nachdem die Führung noch einmal zurückerobert werden konnte (32:30; 17.), gelang den Gästen ein 11:0-Lauf mit zwei erfolgreichen Dreiern in der Schlussminute, so dass es zur Pause 32:41 hieß. 

Während die Panthers zu Beginn der zweiten Halbzeit reihenweise offene Würfe und Abschlüsse am Korb vergaben, gelang den Tigers nahezu alles. 32:48 lautete der Zwischenstand nach 90 Sekunden im dritten Viertel. Mit der Einwechslung von Kata Takács bekam Osnabrück dann einen Schub. „Sie hatte die richtige Mentalität und hat vorgelebt, dass wir in diesem Spiel kämpfen müssen“, lobte der Trainer die Österreicherin. Acht Rebounds hatte sie zur Pause schon, 13 waren es nach dem dritten Viertel. Auch Jenny Strozyk hatte jetzt eine gute Phase, erzielte sieben ihrer zehn Punkte und hatten Anteil daran, dass der Rückstand nur noch fünf Zähler betrug (47:52; 28.). Doch wieder war es Britta Worms mit drei Körben in Folge, die den Spitzenreiter auf Distanz hielt (49:58).

Im Schlussabschnitt übernahm Takács dann auch offensiv, die Punkte 50 bis 56 der Panthers gingen auf ihr Konto (56:64; 32.). Als Melli Knopp einen Dreier zum 60:66 einnetzte (34.), sah alles nach einer Aufholjagd aus. Doch Osnabrück blieb wie Neuss drei Minuten ohne Korberfolg. Selbst knapp zwei Minuten vor dem Ende schien die Wende noch möglich (62:68). Doch Britta Worms und Jana Heinrich machten den Auswärtssieg klar. „Neuss ist ein starkes Team, das eine starke Leistung gezeigt hat. Sie waren sehr fokussiert“, so Zurkowski.

Trotz der Niederlage bleiben die Panthers an der Tabellenspitze der 2. DBBL Nordost, gleichauf mit den Bergischen Löwen (10:1-Siege). „Das sah in den vergangenen Wochen zwar alles so leicht aus, war aber das Resultat harter Arbeit. Ich erwarte, dass wir unsere Lehren aus diesem Spiel ziehen. Wir werden uns bis zum 2. Januar erholen und dann an den Sachen arbeiten, die uns heute gefehlt haben“, sagte der Coach. „Wir haben eine überragende Hinrunde gespielt und zeichnen uns durch guten Basketball und tollen Zusammenhalt aus. Nach der Weihnachtspause kommt Sarah Olson zurück, und Brianna Rollerson ist zurzeit auch noch nicht ganz fit. Dann liegen noch vier harte Monate vor uns.“

Weiter geht es am 6. Januar mit dem Pokal-Viertelfinale gegen die Rhein-Main Baskets. Sprungball ist um 16 Uhr in der OSC-Halle A.

Osnabrück gelang kein Treffer aus der Mitteldistanz (0/15). Generell war die Quote (20/67 bzw. 30%) das Manko. Neuss traf 51% aus dem Zweierbereich und 42% insgesamt (28/66). Bei den Freiwürfen hatten beide Teams nicht ihren besten Tag (19 von 29 bzw. 14 von 23). Das Plus bei den Rebounds (54:42) konnten die Panthers nicht nutzen, 16 Ballverluste waren zu viel trotz 11 Steals. 

Für die Panthers spielten:Esther Borchers, Tonia Dölle (10 Punkte), Julia Dzeko, Emma Eichmeyer, Rowie Jongeling (6 , 3 Blocks), Melina Knopp (8/2 Dreier, 3 Steals), Milica Milosev (4), Brianna Rollerson (10), Tessa Strompen (n.e.), Jenny Strozyk (10/1), Kata Takács (15/1, 16 Rebounds).