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Osnabrück gelingt Sieg im Spitzenspiel

Die GiroLive-Panthers Osnabrück bleiben das Maß aller Dinge in der 2. DBBL Nordost: Das Team von Mario Zurkowski und Stefan Eggers hat sich mit 74:59 (38:25) bei den GISA LIONS SV Halle durchgesetzt. Während die Niedersachsen auch im neunten Spiel siegreich waren, musste der Bundesligaabsteiger die zweite Niederlage hinnehmen.

Im ersten Viertel war es das erwartete Duell auf Augenhöhe. Auch wenn Zurkowski „kein schönes Spiel“ sah, so war er mit dem 13:14-Zwischenstand nach 10 Minuten nicht unzufrieden: „Dafür, dass wir überhaupt nicht im Rhythmus waren, war das in Ordnung. Wir sind ruhig geblieben.“ Das sollte sich auszahlen. Mit 25:11 ging der zweite Abschnitt an die Panthers. Halle hielt dank Christin Mercer (12 Punkte) den Anschluss, Osnabrück hatte das Scoring auf mehrere Schultern verteilt (Melina Knopp, Milica Milosev und Brianna Rollerson je 8, Tonia Dölle 7, Jenny Strozyk 6). 

Nach dem Seitenwechsel starteten die Gastgeberinnen mit einem 7:0-Lauf und verkürzten auf 38:32 (24. Minute). Melli Knopp erlöste den Tabellenführer nach fast vier Minuten ohne Punkt, und als Jenny Strozyk zum 45:33 traf, musste Lions-Coach José Araujo mit einer Auszeit reagieren (28.). Bei diesem Vorsprung blieb es bis zum Ende des dritten Viertels (49:37).

Araujo schickte zu Beginn des finalen Spielabschnitts seine fünf ausländischen Spielerinnen aufs Feld. Halle erzielte vier Punkte in Folge (49:41) und ließ sich nicht abschütteln (52:44; 33.). Doch binnen einer Minute zog Osnabrück auf 57:44 davon, auch zwei Auszeiten konnten nicht verhindern, dass die Gäste sich sogar auf 69:47 absetzten (38.). Die letzten drei Panthers-Punkte gingen auf das Konto von Julia Dzeko. „Es war ein physisches Spiel, das wir verdient gewonnen haben. Wir sind natürlich sehr glücklich, möchten diesen Sieg aber nicht überbewerten. Ich freue mich für Brianna Rollerson, dass sie sich nach ihrer Verletzung so stark zurückgemeldet hat“, sagte der Headcoach. Die Amerikanerin kam in 20 Minuten auf 19 Zähler und 14 Rebounds. Sarah Olson und Annemarie Potratz waren in diesem Spitzenspiel nicht dabei.

Auch dank Rollerson gewann Osnabrück das Reboundduell mit 39:30. Untypisch für die Panthers waren nur 6 Assists (Halle 9) und 22 Ballverluste (Halle 19). Auch bei den Steals waren die Lions besser (7:13). Allerdings wiesen die Gäste bei den Dreiern und den Freiwürfen die deutlich besseren Trefferquoten auf: Halle traf keinen der acht Distanzwürfe, Osnabrück dagegen 6 von 19. Bei den Freiwürfen netzten die Panthers 20 der 25 Versuche ein, die Lions nur 9 von 23.

Am 7. Dezember ist der Spitzenreiter in der dritten Pokalrunde beim BBC Rendsburg gefordert. Nur zwei Tage später geht es nach Neuss.

Für Osnabrück spielten: Esther Borchers, Tonia Dölle (9 Punkte), Julia Dzeko (3/1 Dreier), Emma Eichmeyer (1), Rowie Jongeling, Melina Knopp (15/3), Milica Milosev (15/2), Brianna Rollerson (19, 14 Rebounds), Tessa Strompen, Jenny Strozyk (10), Kata Takács (2).