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Osnabrück besiegt Mainz mit 70 Punkten Vorsprung

Die GiroLive-Panthers Osnabrück haben am 4. Spieltag der 2. DBBL Nord-Ost ein dickes Ausrufezeichen gesetzt: Der Spitzenreiter schickte das Tabellenschlusslicht ASC Theresianum Mainz mit 120:50 (57:25) nach Hause. „So hoch hat eines meiner Teams schon lange nicht mehr gewonnen. Aber Kompliment an unsere Gegnerinnen, dass sie stets fair und positiv geblieben sind. Ich wünsche ihnen, dass sie noch einige Siege holen werden“, sagte Headcoach Mario Zurkowski.

Die ersten Punkte des Spiels gingen auf das Konto der Gäste, die in der Anfangsphase aber ihre Probleme mit Brianna Rollerson und Jenny Strozyk hatten. Beide erzielten je sechs Zähler und sorgten für eine 12:6-Führung (5. Minute). Mainz blieb dank Pearl Henriquez noch dran (19:13; 9. Minute), konnte den Offensivdrang der Panthers jedoch zum Ende des Viertels nicht mehr stoppen (29:18). Bezeichnend: Kata Takács, die viel Energie aufs Feld brachte, scorte nach einem Solo über das ganze Feld. 

Osnabrück startete vor 350 Zuschauern an diesem sommerlichen Tag mit einem 14:0-Lauf in die zweiten zehn Minuten und ließ erst nach knapp fünf Minuten einen Korb zu (43:20). Als die 16-jährige Tessa Strompen aus der Distanz zum 55:23 (19.) einnetzte, betrug der Vorsprung erstmals mehr als 30 Punkte. Beim Stande von 57:25 wurden die Seiten gewechselt. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Panthers bereits 14 Assists verteilt, zehn Ballgewinne verbucht und 37 Rebounds eingesammelt (Mainz 22). 

Die letzten 80 Sekunden des dritten Viertels standen ganz im Zeichen von Milica Milosev. Die Gastgeberinnen hatten ihre Führung bereits auf 73:30 ausgebaut, ehe die Flügelspielerin richtig aufdrehte. Zehn der folgenden zwölf Punkte gingen auf ihr Konto, darunter auch ein Dreier mit der Viertelsirene zum 85:33. 

Mit ihren ersten Zählern des Spiels knackte Annemarie Potratz die 100-Punkte-Marke (101:40; 34.). Sie muss dem Team einen Kuchen backen. „Marmorkuchen oder Muffins“, verriet sie grinsend. Knapp drei Minuten vor Schluss erzielte auch Julia Dzeko ihren ersten von fünf Zählern im Panthers-Trikot (109:47), so dass am Ende alle Spielerinnen gepunktet hatten. Esther Borchers war vor der Pause schon von der Freiwurflinie erfolgreich und kam auch 13 Sekunden vor dem Ende aus dem Spiel heraus zu ihren ersten Zählern in der OSC-Halle A (120:50).

„Wir sind das Spiel angegangen wie alle anderen Matches auch. Wir haben offensiv und defensiv ein paar Sachen ausprobiert, aber das war kein Problem, weil alle die Intensität hochgehalten haben. Wir haben den Spielrhythmus diktiert und eine gute Balance zwischen Innen- und Außenspiel gefunden“, lobte Zurkowski. 

Seine Schützlinge sicherten sich 64 Rebounds (Mainz 35). 29 Assists sprechen für starkes Teamplay, 18 Steals für eine intensive und aufmerksame Verteidigung. Die 15 Ballverluste fielen daher nicht sonderlich ins Gewicht. Die Dreierquote war vor allem nach der Pause herausragend (8 von 12), aber auch insgesamt stark (11/25). 

Nach einem freien Wochenende geht es für die Panthers am 28. Oktober mit einem Heimspiel gegen Grünberg weiter (16 Uhr).

Für Osnabrück spielten: Esther Borchers (3 Punkte), Tonia Dölle (18 Punkte/1 Dreier, 3 Steals), Julia Dzeko (5), Rowie Jongeling (8), Melina Knopp (11/3, 7 Rebounds, 6 Assists), Milica Milosev (15/2, 3 Steals), Sarah Olson (7/1), Annemarie Potratz (2, 6 Assists), Brianna Rollerson (19, 10 Rebounds), Tessa Strompen (11/3), Jenny Strozyk (12), Kata Takács (9/1, 9 Rebounds).