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GiroLive-Panthers beeindrucken vor vollem Haus

Besser hätte das erste Heimspiel der Saison 2018/2019 kaum ablaufen können: ausverkaufte Halle, ansehnlicher Team-Basketball und ein 95:60 (50:32)-Sieg gegen die Avides Hurricanes Rotenburg. Die GiroLive-Panthers Osnabrück haben drei Tage nach dem Auftakt in Krofdorf (93:54) erneut eine überzeugende Leistung auf das Parkett gebracht. „Jede Spielerin kennt ihre Rolle und füllt sie zurzeit mit viel Leben aus. Rotenburg hat die meiste Zeit versucht, uns mit einer Zonenverteidigung zu stoppen. Aber wir haben den Ball gut geteilt und es ihnen dadurch schwer gemacht, unsere Würfe zu verteidigen“, sagte Headcoach Mario Zurkowski. 15-mal waren seine Spielerinnen von der Dreierlinie erfolgreich.

Nach 51 Sekunden ließ Sarah Olson die 650 Zuschauer in der OSC-Halle A erstmals jubeln. Es dauerte mehr als fünf Minuten, ehe die Hurricanes die ersten Punkte auf die Anzeigetafel brachten (13:2; 6. Minute). Als Melli Knopp zum 27:9 (8.) einnetzte, nahm Hurricanes-Coach Christian Greve die erste Auszeit. Kama Griffits erzielte anschließend die letzten fünf Punkte des Viertels (27:14). Brianna Rollerson hatte zu diesem Zeitpunkt schon sieben Rebounds eingesammelt, Jenny Strozyk vier Assists verteilt.

In den zweiten zehn Minuten drehte Sarah Olson auf. Sie erzielte 11 der ersten 14 Zähler für die Panthers (41:28; 17.) und war auch defensiv aufmerksam. Mit einem 7:0-Lauf beendete Osnabrück die erste Hälfte, wobei Milica Milosev in den letzten 13 Sekunden zwei Ballgewinne gelangen, durch die sie zu ihren Punkten 10 bis 13 kam. Lediglich zwei Ballverluste hatten sich die Gastgeberinnen bis hierhin erlaubt.

Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Rotenburg gegen die drohende Niederlage. Auch Zurkowskis Auszeit konnte nicht verhindern, dass die Gäste auf 50:41 (24.) verkürzten. Milica Milosev erlöste die Fans nach etwas mehr als vier Minuten mit ihrem Dreier zum 53:41, Melli Knopp traf direkt danach zum vierten Mal aus der Distanz zum 56:41 (25.). Die Panthers hatten das Spiel wieder im Griff und bauten die Führung dank des Einsatzes von Tonia Dölle und ihren Punkten zum 64:43 (28.) auf bis zu 21 Zähler aus.

Acht Minuten vor Schluss erzielte Kata Takács ihren ersten Korb in der OSC-Halle A (76:53). Sie hatte die gesamte  Saison 2017/2018 verletzungsbedingt pausieren müssen. „Ich habe das Spiel ein Jahr lang von der Bank aus analysiert“, scherzte sie und fügte hinzu: „Es fühlt sich gut an, endlich hier vor unseren Fans auf dem Feld zu stehen. Ich hoffe, dass ich mit jedem Spiel besser reinkomme.“ Mit ihrem fünften Dreier schraubte Sarah Olson den Vorsprung auf über 30 Punkte (86:55; 37.). Annemarie Potratz setzte mit ihren ersten Punkten für die Panthers 20 Sekunden vor Ende den Schlusspunkt zum 95:60. 

„Wir genießen diesen Sieg und jedes Spiel. Aber auch dieser Erfolg ist kein Grund durchzudrehen. Wir nehmen aus diesem Spiel ein paar Hausaufgaben mit ins Training, denn schon am Sonntag haben wir ein schweres Spiel in Bergisch Gladbach“, sagte Zurkowski. Dass dies keine Floskel ist, hat sich am Sonntag gezeigt: Die Löwen haben den Titelfavoriten Halle mit 81:72 besiegt und sind ebenfalls nach zwei Partien noch ungeschlagen.

Für Osnabrück spielten:Sarah Olson (19 Punkte/5 Dreier), Rowie Jongeling (4, 8 Rebounds, 5 Assists), Melli Knopp (20/6), Tonia Dölle (6), Tessa Strompen, Annemarie Potratz (2), Julia Dzeko, Jenny Strozyk (4, 7 Assists), Esther Borchers, Milica Milosev (22/4, 5 Steals), Kata Takács (2), Brianna Rollerson (16, 13 Rebounds).