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Panthers sind zurück in der Erfolgsspur

Heimvorteil in der ersten Playoffrunde gesichert: Die GiroLive Panthers Osnabrück können nach dem 78:58 (35:33)-Heimsieg gegen den TuS Lichterfelde nicht mehr von den ersten beiden Plätzen der 2. DBBL Nord verdrängt werden. Gegen die Talentschmiede aus Berlin trumpften vor 450 Zuschauern in der OSC-Halle A besonders die Nachwuchskräfte des Tabellenführers groß auf.

Zu Beginn war ein so klarer Erfolg aber noch nicht abzusehen. Lichterfelde sicherte sich allein im ersten Viertel fünf Offensivrebounds und bereitete den Gastgeberinnen große Probleme (8:15; 7. Minute). Headcoach Mario Zurkowski muss in seiner ersten Auszeit die richtigen Worte gefunden haben, denn Mikaela Gustafsson & Co. beendeten das Viertel mit einem 11:0-Lauf zum 19:15.

Direkt am Anfang der zweiten zehn Minuten fiel TuS-Topscorerin Nyara Sabally unglücklich zu Boden, die 18-Jährige konnte nicht mehr mitwirken. „Ob sie auf dem Feld ist oder nicht merkt man sofort. Wir wünschen ihr gute Besserung und hoffen, dass die Verletzung nicht so schlimm ist“, sagte Osnabrücks Co-Trainer Stefan Eggers. Die Gäste ließen sich aber erst einmal nicht aus dem Konzept bringen, Victoria Poros traf aus der Distanz (19:23; 14. Minute) – es sollte allerdings Lichterfeldes letzter erfolgreicher Dreier sein. Angeführt von der treffsicheren Milica Milosev (18 Punkte) gingen die Panthers wieder in Führung (30:28; 19.). 35:33 lautete der Pausenstand.

Nach dem Seitenwechsel kamen beide Mannschaften zunächst schleppend in die Gänge (41:37; 26.). Jenny Strozyk sorgte in der 29. Minute für die erste zweistellige Führung (49:39), mit Ablauf des dritten Viertels stellte Meret Kleine-Beek den Anschluss wieder her (50:43).

Der finale Spielabschnitt stand dann ganz im Zeichen von Jenny Strozyk (18) und Emma Eichmeyer (18). Zunächst erzielte Eichmeyer sechs ihrer neun Punkte, anschließend baute Strozyk ihr Punktekonto von vier auf zwölf aus. „Jenny hat einen hervorragenden Job an beiden Enden des Feldes gemacht. Sie hat das Team geführt und sich in die Partie reingearbeitet. Beide haben gezeigt, dass sie in der Mannschaft nicht nur mitlaufen, sondern wichtige Faktoren sind“, lobte Zurkowski. Merve Siliks Punkte zum 76:56 (39.) seien sein persönliches Highlight des Tages gewesen, das ganze Team habe sich riesig über die ersten Zähler der Saison der 16-Jährigen gefreut. 

„Die jungen Spielerinnen haben unser Vertrauen während der Saison immer wieder bekommen, so dass sie jetzt in der Lage sind, auch Verantwortung zu übernehmen. Auch Milica hat heute eine starke Leistung gezeigt. Sie ist eine Spielerin, die den Unterschied ausmachen kann“, sagte Eggers. Headcoach Zurkowski urteilte: „Es war von unserer Seite ein solides Spiel, das wir letztlich verdient gewonnen haben. Wir wissen aber, dass wir in den Playoffs anders auftreten müssen.“ 

Die Panthers überzeugten gegen den Tabellenvierten mit 22 Assists und zwölf Ballgewinnen, leisteten sich auch nur neun Ballverluste. Bei den Rebounds behielten sie am Ende ebenfalls die Oberhand (38:34). Dank der starken zweiten Halbzeit stiegen die Quoten aus dem Zweierbereich (45 Prozent) und von der Dreierlinie (41 Prozent) nach der Pause noch an. Außer Kata Takács und Emily Enochs konnte diesmal Evita Iiskola (krankheitsbedingt) nicht mitwirken.

Die Viertel im Überblick: 19:15; 16:18; 15:10; 28:15.

Für die Panthers spielten: Dara Taylor (3 Punkte, 5 Assists), Melli Knopp (3 Steals), Tonia Dölle (9/1 Dreier), Merve Silik (2), Jenny Strozyk (12/2, 6 Assists), Emma Eichmeyer (9), Ramona Tews (6, 5 Assists), Milica Milosev (18/4), Jacinda Myers-Sanders, Mikaela Gustafsson (19, 8 Rebounds).