< Zurück zur Übersicht

Panthers ringen Rotenburg in der Schlussphase nieder

Der Tatort am Sonntag ist für viele Freunde des Krimi-Genres ein fester Termin. Die Heimspiele der GiroLive Panthers Osnabrück bieten aber  auch (fast) immer Spannung bis zum Schluss. Der Spitzenreiter der 2. DBBL Nord hat sich vor etwa 550 Zuschauern mit 59:54 (24:31) gegen die AVIDES Hurricanes aus Rotenburg durchgesetzt. Mit einem 11:0-Lauf in den letzten 2:20 Minuten drehten die Gastgeberinnen die Partie. „Die Verteidigung war von Beginn an gut. Offensiv haben wir eigentlich gar nicht so schlecht gespielt. Die Trefferquote war halt über weite Strecken miserabel. Ich bin froh, dass wir dieses Spiel trotzdem gewonnen haben“, sagte Trainer Mario Zurkowski.

Die Anfangsphase gehörte Mikaela Gustafsson. Sieben der ersten zehn Punkte gingen auf ihr Konto (10:8; 16. Minute). Immer wieder gelang es den Panthers, die Ganzfeldpresse der Hurricanes auszuhebeln und zu leichten Punkten zu kommen. Die Gäste blieben hingegen durch Freiwürfe im Spiel (14:14). Der Start in das zweite Viertel gehörte Rotenburg. 16:23 lautete der Zwischenstand nach 13 Minuten. Zwar verkürzte Osnabrück in den folgenden drei Minuten auf 22:23. Doch ein 0:8-Lauf brauchte Zurkowskis Team mit neun Zählern in Rückstand. „Wir haben uns vor der Pause zu sehr von Rotenburgs Spielweise einlullen lassen“, ärgerte sich der Coach.

Bis zur 24. Minute liefen die Panthers einem Rückstand in dieser Höhe hinterher (27:35). Mikaela Gustafsson, Dara Taylor und Tonia Dölle sorgten dann für einen 12:0-Run (29.). „Taktisch war das sehr diszipliniert, und wir haben viel von dem umgesetzt, was wir uns in den vergangenen Wochen erarbeitet haben“, so Zurkowski. Er konnte auch zufrieden sein, denn seine Spielerinnen ließen im gesamten Viertel nur einen Korb aus dem Feld zu und erzwangen sieben Ballverluste. 

Zwischen der 31. und 34. Minute wechselte die Führung fünfmal. Hannah Pakulat und Cassidy Clark übernahmen in dieser Phase bei den Hurricanes Verantwortung (46:49; 36.). Leider musste Evita Iiskola nach einem Zusammenstoß verletzt vom Feld. Anschließend war es Mirja Beckmann, die die Panthers mit 48:54 ins Hintertreffen brachte (38.). Nach einem Freiwurftreffer von Jacinda Myers-Sanders trumpfte Melina Knopp groß auf: Die 23-Jährige traf innerhalb von 40 Sekunden zwei Dreier zur 55:54-Führung, 1:04 Minuten waren da noch zu spielen. „Ich hatte bei jedem Versuch ein gutes Gefühl und habe einfach weitergeworfen. Man weiß in diesem Team nie, wer am Ende die entscheidenden Würfe treffen wird. Das macht uns so stark“, freute sich die Mannschaftsführerin, die drei ihrer insgesamt vier Dreier im Schlussviertel einnetzte. Dara Taylor sorgte schließlich mit vier Treffern von der Freiwurflinie für den 59:54-Endstand. 

„Das ganze Team hat hart für diesen Sieg gearbeitet. Wir sind unserem Ziel Playoffs ein gutes Stück näher gekommen“, sagte Zurkowski. Co-Trainer Stefan Eggers pflichtete ihm bei: „Wir verfallen nicht in Panik, weil wir hinten heraus immer noch an Stärke und Qualität zulegen können. Trotzdem müssen wir vorher schon kaltschnäuziger spielen und so eine Partie früher zu unseren Gunsten entscheiden“ – damit der Tatort am Abend der einzige Krimi am Sonntag bleibt.

Kurios: In den ersten 30 Minuten trafen beide Teams zusammen gerade mal vier von 25 Dreiern (Osnabrück 1/13). Im Schlussviertel waren es jedoch sieben von 14 (Osnabrück 4/7). Die Freiwurfquote besserte sich in den letzten zehn Minuten bei den Panthers auf 42 Prozent (8/19), nach dem dritten Viertel lag sie bei dürftigen 25 Prozent (2/8). 

Mit zwölf Siegen aus 14 Partien bleibt Osnabrück an der Tabellenspitze. Am Mittwoch, 31. Januar, geht es schon weiter. Die Panthers müssen bei Citybasket Recklinghausen antreten.

Die Viertel im Überblick: 14:14; 10:17; 15:6; 20:17.

Für die Panthers spielten: Dara Taylor (16/1 Dreier, 10 Rebounds, 6 Steals), Melina Knopp (12/4), Tonia Dölle (6), Jenny Strozyk, Emma Eichmeyer, Ramona Tews (6), Milica Milosev (2), Jacinda Myers-Sanders (4), Evita Iiskola, Mikaela Gustafsson (15).