< Zurück zur Übersicht

Girolive-Panthers gewinnen Nervenschlacht gegen OTB Titans 63:62

Die Girolive-Panthers haben das Derby in der 2. Basketball-Bundesliga gegen die Osnabrücker TB Titans in einer dramatischen Schlussphase gewonnen. Vor 800 Zuschauern in der ausverkauften OSC-Halle verteidigten die OSC-Frauen die Tabellenführung in einem hart umkämpften Derby durch einen 63:62-Sieg, den Mikaela Gustafsson erst mit einem Dreier Sekunden vor Schluss sicherstellte.


Beide Mannschaften kamen im ersten Spiel des Jahres nur schleppend in Fahrt und leisteten sich zu Beginn noch viele Ungenauigkeiten im Angriffsspiel. Gestützt auf eine aufmerksame Defensive, stellten die Titans ihre Probleme schneller ab: N’Dea Bryant war mit neun Punkten maßgeblich an der 14:12-Führung nach den ersten zehn Minuten beteiligt. Die Panthers, bei denen Mikaela Gustafsson (sechs Punkte) am stärksten in Erscheinung trat, hatten noch ihre Probleme im Abschluss.

OTB legt nach, OSC kämpft sich heran

Panthers-Trainer Mario Zurkowski musste auch im zweiten Viertel lautstark dirigieren: Mit ihrem zweiten Dreier baute Annemarie Potratz die Führung der Gäste aus, die bis auf 21:14 anwuchs (13. Minute). Beim OSC übernahm Spielmacherin Dara Taylor in der Folge mehr Verantwortung, steuerte in kurzer Zeit sieben Punkte bei, und auch die anderen Panthers kamen besser in Schwung. Dem OTB gelang es nicht mehr, die aggressive Deckung aufrecht zu halten. Der OSC verkürzte Angriff für Angriff - auch durch die ersten beiden Punkte von Neuzugang Evita Iiskola - auf 29:30 zur Pause.

Panthers führen mit sieben Punkten, aber nur vorübergehend

Der OTB schloss nach der Halbzeitpause gleich mehrere Angriffe in Folge schlecht ab. Die Panthers ließen sich die Chance nicht entgehen: Iiskola sorgte von der Freiwurflinie für die erste OSC-Führung (31:30/21.) - der Auftakt eines 8:0-Laufes, weil die Titans weiter nicht den Weg durch die nun aggressivere OSC-Abwehr fanden. Zwei Dreier von Melina Knopp machten den Vorsprung für die Gastgeberinnen komfortabler (43:34/27.), aber das war noch nicht die Entscheidung. Esther Borchers verkürzte für die Titans per Dreier und Fastbreak nach einem Ballgewinn auf 45:47. Mit zwei Freiwürfen 2,8 Sekunden vor dem Ende des Viertels glich Bryant von der Freiwurflinie aus (47:47).

Panthers entscheiden Nervenspiel in den Schlusssekunden

Nach seinem zweiten Technischen Foul musste Panthers-Trainer Mario Zurkowski früh im vierten Viertel die Halle verlassen. Er verpasste ebenso umkämpfte wie zerfahrene Minuten, in denen der OSC die Partie trotz klarer Abschlussmöglichkeiten sträflich offen ließ. So blieb die Begegnung - wie das Hinspiel - bis in die Schlussphase auf Messers Schneide. 48,2 Sekunden vor Schluss brachte Potratz die Titans mit zwei Freiwürfen mit 61:58 in Front. Die Panthers kämpften sich auf 60:62 heran, standen keine 30 Sekunden vor Schluss aber vor der Niederlage. Xylina McDaniel und Bryant vergaben jedoch vier Freiwürfe am Stück - 4,5 Sekunden vor Schluss setzte Mikaela Gustafsson mit einem Dreier den Schlusspunkt zum umjubelten 63:62-Erfolg.

Neue Osnabrücker Zeitung