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Im Schlusssport zum siebten Sieg

Die Girolive-Panthers Osnabrück haben in der 2. Basketball-Bundesliga in den letzten Spielsekunden ihre zweite Saisonniederlage abgewendet. Beim TuS Lichterfelde in Berlin siegte der Tabellenführer mit 78:70.

Im ersten Viertel lief es zunächst noch ganz nach dem Geschmack der Panthers. Dara Taylors Dreier bedeutete einen Sechs-Punkte-Vorsprung (16:10/6. Minute), aber der TuS arbeitete sich bis zur Viertelsirene heran. Felicia Zeis verkürzte per Dreier auf 15:16 (9.). Mit 19:17 ging das erste Viertel knapp an die Osnabrückerinnen.

Berlin übernimmt die Führung

Berlins Ausnahmetalent Nyara Sabally drehte mit einem Dreipunktspiel die Partie (20:19/11.), Mikaela Gustafsson und Jenny Strozyk antworteten prompt und brachten die Panthers wieder mit 23:20 (12.) in Front. Danach allerdings konnte auch eine Auszeit der Panthers den Schwung der Gastgeberinnen nicht bremsen, die mit einem Zwischensprint auf 32:25 (15.) davonzogen, später aber durch Gustafsson den Ausgleich hinnehmen mussten (33:33/18.). In den letzten Angriffen vor der Pause legte Berlin einen 5:0-Lauf vor. Tonia Dölle verkürzte mit zwei Freiwürfen noch auf 35:38 zur Halbzeit.

Panthers können Vorsprung nicht verteidigen

Angeführt von Spielmacherin Taylor übernahmen die Panthers nach der Halbzeitpause wieder das Kommando. Ramona Tews traf aus der Distanz zum 48:43 (24.), aber die Partie blieb weiter eng. Berlin kam zurück, die Führung wechselte regelmäßig. Zum Ende des dritten Abschnitts setzte sich der TuS auf 60:55 ab.

OSC-Frauen drehen Partie in den letzten 108 Sekunden

Im Schlussviertel zog Lichterfelde noch weiter davon, hatte zwischenzeitlich bis zu acht Punkte Vorsprung. Aber in einem Spiel, in dem beide Teams mit großem Kampfgeist auftraten, steckten die Panthers noch nicht auf. Der OSC verkürzte den Rückstand, Taylor traf zum 66:68 (37.). 1:48 Minute vor dem Ende gelang Tews das 70:70. Ein Ballgewinn und zwei Freiwürfe von Jacinda Myers-Sanders brachten den OSC in Front (72:70). Nach einem Lichterfelder Offensivfoul erhöhte Taylor auf 74:70, eroberte gleich im folgenden Angriff den Ball und traf eine knappe halbe Minute vor der Schlusssirene zum 76:70. Myers-Sanders machte mit zwei verwandelten Freiwürfen das 78:70 und damit den siebten Sieg im achten Spiel perfekt.

Sonderlob für Taylor und Eichmeyer

„Dass die Spiele eng sind, ist bei uns ja in dieser Saison ,business as usual‘“, sagte OSC-Trainer Mario Zurkowski. Der Kampfgeist und eine aggressivere Defensive im Schlussviertel machten aus Sicht des Coaches am Ende den Unterschied. „Wir haben gut gepresst und hatten dadurch viele Ballgewinne und einfache Punkte. Das hat uns den Sieg gebracht.“ Aus der starken Teamleistung hob Zurkowski Dara Taylor und Emma Eichmeyer heraus. Spielmacherin Taylor sei „voranmarschiert und hat die Mannschaft in den entscheidenden Phasen nach vorne gepeitscht“. Die 17-jährige Eichmeyer verdiente sich das Lob für eine energische Defensivarbeit gegen TuS-Topscorerin Sabally. „Emma hat einen hervorragenden Job gemacht“, sagte Zurkowski.

Bericht: Neue Osnabrücker Zeitung
Foto: Guido Wietheuper