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Arbeitssieg gegen Schlusslicht

Es war im zweiten Viertel alles andere als ein souveräner Auftritt, aber am Ende stand der fünfte Sieg im fünften Spiel fest: Die Girolive-Panthers haben in der 2. Basketball-Bundesliga mit 87:75 gegen Schlusslicht Citybasket Recklinghausen um die Ex-Osnabrückerin Britta Worms gewonnen.

Worms war es, die die Gäste nach 57 Sekunden in Führung warf und für die ersten sechs Punkte für Citybasket erzielte. Mit einer hohen Verteidigung, mehreren Ballgewinnen und schnellen Angriffen drehten die Panthers, bei denen Milica Milosev, Dara Taylor und Melina Knopp nach Verletzungen wieder fit waren, frühzeitig die Partie. Knopps Dreier bedeutete bereits eine Zehn-Punkte-Führung (23:13/7. Minute). Weil der OSC nachlässig verteidigte, blieb der Tabellenletzte im Spiel. Mit der Sirene nach den ersten zehn Minuten fiel der Dreier von Recklinghausens Lilly Kaprolat zum 24:31 in den Ring.

Recklinghausen schlägt zurück und führt zur Pause

Die deutliche Führung hatte dem Tabellenführer keine Sicherheit gegeben, und das Schlusslicht sollte den OSC weiter ärgern: Die Panthers trafen nicht, Recklinghausen verteidigte engagiert und schnappte sich vor allem unter dem OSC-Korb immer wieder die Rebounds. Pia Kassacks Treffer zum 38:37 (16.) war ein Warnschuss. Wenig später glich Leonie Bleker aus (41:41/17.) und warf Recklinghausen zwei Minuten später zur Führung. Lejla Bejtic erhöhte per Freiwurf noch vor der Pause auf 44:41 für die Gäste.

Panthers kommen mit mehr Schwung aus der Pause

Der Rückstand war auf fünf Punkte gewachsen, ehe Milosev für die Panthers traf und Taylor nach Ballgewinn verkürzte (45:46). Zwei Körbe von Ramona Tews brachten den OSC wieder nach vorne (49:48/25.). Osnabrück verteidigte besser, steigerte sich spielerisch, war schnörkelloser im Abschluss und baute die Führung aus (61:51/27.). Von zwischenzeitlich 14 Punkten Vorsprung blieben vor dem Schlussviertel noch elf (67:56).

Panthers bringen zweistellige Führung ins Ziel

Vier Dreier, zwei von Tonia Dölle und zwei von Recklinghausen, brachten schnell weitere Punkte auf die Anzeigetafel 75:64 (33.). Die Gäste trafen gut, aber auch der OSC war wieder besser in der Spur, auch wenn sich die Panthers immer mal wieder ein paar Ungenauigkeiten leisteten und zu halbherzig verteidigten. Die Führung des Spitzenreiters blieb trotzdem zweistellig. Milosev schloss den schönsten Spielzug der Partie nach einem schnellen Angriff und dem Zuspiel von Dölle mit dem 85:73 ab (39.), und die Panthers brachten den fünften Sieg im fünften Spiel am Ende ohne weitere Probleme ins Ziel.

Zurkowski: Müssen noch lernen zu kämpfen

„Wir haben viel aus dem Training umgesetzt und losgelegt wie die Feuerwehr. Ich weiß nicht, was danach los war. Taktisch war es in Ordnung, aber wir müssen noch lernen zu kämpfen“, sagte Panthers-Trainer Mario Zurkowski: „Wir haben Recklinghausen zu Beginn dominiert, aber da war das Spiel noch nicht zu Ende.“ Ramona Tews war selbstkritisch: „Wir haben Recklinghausen in der ersten Halbzeit zu viele Rebounds und zweite Chancen gelassen. Sonst hätte es zur Halbzeit schon anders ausgesehen. Wir haben das Ding aber dann als Team nach Hause gebracht.“ Recklinghausens Worms war trotz Niederlage „sehr stolz, dass wir uns so gut gegen ein Topteam wie den OSC verkauft haben“. Mit 17 Punkten war sie zusammen mit Kiana Robertson beste Werferin der Gäste. „Wir hätten einen Sieg nötig gehabt, aber an diese Leistung können wir anknüpfen und mit dieser Leistung werden wir auch bald unser erstes Spiel gewinnen.“

Neue Osnabrücker Zeitung