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Vierter Sieg im vierten Spiel

Dank eines starken vierten Viertels haben die Girolive-Panthers ihren Siegeszug in der 2. Basketball-Bundesliga fortgesetzt. Mit dem 65:58 bei den Avides Hurricanes Rotenburg/Scheeßel feierten die OSC-Frauen ihren vierten Erfolg in Serie.

Die Panthers kompensierten als Team den Ausfall von Spielmacherin Dara Taylor. „Es war einfach ein Teamsieg. Alle haben füreinander gekämpft“, freute sich Trainer Mario Zurkowski. Dabei stachen drei Spielerinnen noch heraus: Die Schwedin Mikaela Gustafsson lieferte wie bereits in der Vorwoche beim Sieg gegen Eintracht Braunschweig eine starke Partie ab, verbuchte mit mehr als 33 Minuten die meiste Einsatzzeit und war mit 16 Punkten und sieben Rebounds auch in diesen Kategorien Spitzenreiterin ihres Teams. Jenny Strozyk, die fast drei Viertel lang das OSC-Spiel dirigierte, sammelte 14 Punkte. „Sie hat das hervorragend gemacht und ein Monsterspiel abgeliefert“, lobte Zurkowski die 17-Jährige, die auf Wurfquoten von 100 Prozent aus dem Feld (vier von vier) und von der Freiwurflinie (vier von vier) kam. Tonia Dölle kam auf 13 Zähler; darunter war auch der einzige Dreier der Panthers bei insgesamt 16 Versuchen des Teams – ein Manko der Gäste am Samstagabend.

Im vierten Viertel ziehen die Panthers davon

In den ersten beiden Vierteln hatten sich die Teams einen engen Kampf geboten. 15:15 stand es nach zehn Minuten. Zur Pause führten die Panthers mit 31:30. Danach wirbelten erst einmal die Hurricanes effizienter: 49:45 führten sie vor dem Schlussabschnitt, aber dann stellten die Panthers ihre Verteidigung auf eine 3-2-Zone um und änderten die Zuordnungen auf dem Feld – die Taktik ging auf. Mit 20:9 ging das letzte Viertel an die Gäste, was Rotenburg/Scheeßel noch schmeichelte, denn die Gastgeberinnen kamen erst in der Schlussminute noch einmal ins Spiel. In den ersten neun Minuten des Viertels hatten die Hurricanes nur zwei Punkte verbucht, der OSC hingegen durch viele Fastbreaks bereits 16 Zähler mehr auf dem Konto. 40 Sekunden vor Schluss traf Shaniqua Nilles per Dreier zum 55:61, musste aber kurz darauf nach ihrem fünften Foul vom Feld. Dölle vergab zwei Freiwürfe, ließ aber einen Treffer aus dem Spiel folgen und stellte damit wieder den Acht-Punkte-Vorsprung her. Den verkürzte Pia Mankertz prompt mit dem nächsten Dreier, aber auch sie musste im Anschluss mit ihrem fünften Foul die letzten Sekunden von außen verfolgen. Ramona Tews baute die Führung mit zwei Freiwürfen auf 65:58 aus – die Entscheidung, auf die die Hurricanes in den Schlusssekunden keine Antwort mehr fanden.

Nach vier Spielen ungeschlagen

„Es war viel ,Jugend forscht‘, aber die Kurzen haben das gut gemacht. Sie haben ihre Verantwortung angenommen“, lobte Zurkowski auch Emily Enochs, die zusammen mit Strozyk in der Verteidigung Rotenburgs Mankertz das Leben schwer machte. Emma Eichmeyer bescheinigte der Trainer ebenfalls einen guten Job: „Sie hat defensiv eine unglaubliche Energie gezeigt.“ So konnte auch Milica Milosev geschont werden. Die Montenegrinerin hat mit Oberschenkelbeschwerden zu kämpfen. „Ich hätte sie gerne noch weniger spielen lassen“, sagte Zurkowski, der die 24-Jährige in der zweiten Halbzeit länger einsetzte. „Sie hat auf die Zähne gebissen und die nötige Ruhe aufs Feld gebracht.“

Nach vier Spielen stehen die Panthers ungeschlagen an der Tabellenspitze. Eine weiße Weste hat sonst nur noch der TuS Lichterfelde, der allerdings am Samstag erst sein erstes Saisonspiel bestritt. Am Donnerstag (18.30 Uhr) empfängt der OSC den TK Hannover in der 2. Runde des DBBL-Pokals.


Neue Osnabrücker Zeitung