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Panthers können es nur spannend – wieder eng beim 74:71

Drei Spiele in neun Tagen, drei Siege – für die Girolive-Panthers hätte es in der 2. Basketball-Bundesliga Nord zum Saisonauftakt als Spitzenreiter kaum besser laufen können. Am Sonntag gab es für das Team von Trainer Mario Zurkowski in heimischer Halle ein 74:71 gegen Eintracht Braunschweig – Teambasketball schlug dabei individuelle Klasse.

Ein Zuckerschlecken wird der anvisierte Weg in die Playoffs aber kaum werden, das haben die ersten Partien und nun auch das Spiel gegen Braunschweig gezeigt, in dem die Panthers erst nach zwei vergebenen Dreiern von Ariel Hearn in den letzten vier Sekunden zum Jubeln ansetzen durften. Dennoch darf Panthers-Coach Mario Zurkowski zufrieden sein. „Wir haben wieder als Team gespielt. Bei uns bekommen die deutschen Spielerinnen bei ihren Einsätzen so viel Verantwortung wie kaum woanders. Unsere jungen Emily Enochs, Emma Eichmeyer und Jenny Strozyk haben das ganz toll gemacht. Darauf bin ich besonders stolz.“

Die Panthers legten gegen Braunschweig vor 500 Zuschauern mit ihrem Tempospiel los wie die Feuerwehr und führten nach 3:10 Minuten mit 12:3. Hinten unter dem Korb zupacken und dann ein schnelles Fast-Break-Spiel – die Braunschweigerinnen schienen von dieser Spielweise überrascht, die Melina Knopp, Dara Taylor und die rasch umschaltende Ramona Tews aufs Parkett legten. Mit zunehmender Spieldauer ließ aber die Dynamik nach und die Gäste kamen besser in die Partie. Allzu oft kam Braunschweigs überragende amerikanische Aufbauspielerin Ariel Hearn (38 Punkte/6 Dreier) nun frei zum Wurf. Zurkowski schonte in dieser Phase frühzeitig seine Starting Five.

Nach einer 25:17-Führung für die Panthers entwickelte sich im zweiten Viertel eine kampfbetonte Partie, Braunschweig holte sich nun mehr Rebounds. Beim 30:28 drohte die Partie zu kippen, jedoch wehrten sich Ramona Tews mit zwei Körben (33:28/35:30) und Dara Taylor mit aller Entschlossenheit zum 37:32 gegen die Wende. „Irgendwie schaffen wir es bisher nie, dass wir uns absetzen, obwohl wir nicht schlecht spielen“, rätselte Osnabrücks Topscorerin Tews (15 Punkte) nach der Partie.

Nach dem Seitenwechsel (39:36) erhöhten beide Teams die Intensität. Die Panthers, die Milica Milosev und Jacinda Myers-Sanders lange schonten sowie Dara Taylor mit Knieverletzung verloren, vergrößerten ihren Vorsprung auf 46:40. Die Braunschweigerinnen, die nicht einmal in der gesamten Partie in Führung gingen, ließen sich dank der Präsenz von Maj vom Hofe und Brianna Wright unter beiden Körben allerdings nicht abschütteln – letzte Viertelpause beim Stand von 56:50.

Zurkowski gönnte seinen Talenten auch jetzt noch jede Menge Einsatzzeit und wurde für den Mut belohnt. Emma Eichmeyer (17:42 min/8 Punkte) traf in wichtigen Phasen zwei Dreier. Enochs (13:39/2) übernahm ebenfalls Verantwortung. „Die ganze Mannschaft ermutigt uns, mit Selbstvertrauen zu spielen und Würfe zu nehmen“, lobte Enochs die hilfreiche Unterstützung. Bei den Panthers war in der Crunch-Time auch auf Ramona Tews, Mikaela Gustafsson und Jenny Strozyk Verlass.

In den letzten 60 Sekunden kam es beim 73:68 zum Showdown. Am Ende reichte die knappe Führung zum umjubelten dritten Sieg, auch weil die Gäste in den letzten 25 Sekunden beim Stand von 73:71 und Ballbesitz Panthers viel zu spät foulten – erst 4,3 Sekunden vor Ende. Strozyk verwandelte einen von zwei Freiwürfen zum Endstand. „Wir wussten nicht, was auf uns zukommt, da Braunschweig noch nicht gespielt hatte“, zog Zurkowski entspannt sein Fazit. „Hearn war überragend, aber wir haben als Team gewonnen.“

Neue Osnabrücker Zeitung