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Panthers wollen besser rebounden und nächsten Sieg

Die Girolive-Panthers stehen nach dem Derby vor der nächsten Bewährungsprobe in der 2. Basketball-Bundesliga: Am Sonntag (16 Uhr, OSC-Halle) will Juliane Höhne mit Eintracht Braunschweig ihren Ex-Klub ärgern.

Zwei Siege haben die OSC-Basketballerinnen auf dem Konto. Die makellose Bilanz ist allerdings ein wenig getrübt: Beide Spiele gewannen die Panthers mit nur einem Punkt. „Wir wissen, dass wir auch gegen Braunschweig nichts geschenkt bekommen“, stellt Trainer Mario Zurkowski sich und sein Team auf ein erneut enges Kampfspiel ein.

Den 56:55-Derbysieg des OSC bei den OTB Titans verfolgte Juliane Höhne am Dienstag in der Halle. Was Braunschweigs Trainerin sah, dürfte ihr Hoffnung gemacht haben, dass auch die Eintracht den Panthers die Stirn bieten kann. „Wir haben Respekt, aber keine Angst vor irgendeinem Gegner“, sagte Höhne.

Der OSC ist trotz aller individuellen Klasse in den ersten beiden Spielen noch nicht ins Rollen gekommen, was auch an den Gegnern lag. „Viele Teams werden versuchen, gegen uns passiv und destruktiv zu spielen“, ahnt Zurkowski. Dagegen müsse sein Team noch die richtigen Mittel finden. Es ist nicht so, dass die Panthers gegen den OTB keine Rezepte gehabt hätten. Sie feuerten 25 Würfe mehr als die Titans ab, aber die fanden zu selten ins Ziel. „Wir haben uns offene Würfe herausgespielt, aber in den ersten drei Vierteln haben Kleinigkeiten einen größern Vorsprung verhindert, und am Ende hat uns auch ein bisschen das Vertrauen gefehlt“, erklärte der Trainer.


Trotz schlechter Wurfquote noch zu gewinnen, ist im Gegenzug immerhin ein Indiz für eine gute Abwehrarbeit. „Wir haben hinten einen tollen Job gemacht“, lobt Zurkowski, „das muss uns das Vertrauen geben“. Bei drei Spielen in neun Tagen sei aber im Training nicht viel Luft gewesen, grundlegende Dinge zu verändern. Mit mehr Zeit und zunehmender Wettkampfpraxis werde die Routine „im Saisonverlauf von alleine kommen“, hofft Zurkowski.

Zurkowski: Wissen nicht, was uns erwartet

Für Braunschweig ist das Gastspiel in Osnabrück nach einem spielfreien Auftakt und einer verlegten Partie ein Kaltstart. „Ich glaube, das ist kein Vorteil für eines der Teams“, sagt Zurkowski. „Wir sind zwar im Rhythmus, aber wir wissen nicht, was uns erwartet“, hat er noch keine Anhaltspunkte für die Qualitäten der Eintracht.

Bei den Panthers sind mit Emma Eichmeyer und Emily Enochs (nach Klassenfahrt) zwei junge Spielerinnen wieder intensiver im Training. Für sie gilt das gleiche Zwischenziel wie für die Mitspielerinnen: „Wir wollen noch besser im Rebound auftreten“, sagt Zurkowski. In den ersten beiden Spielen sammelten die Gegnerinnen immer mehr abprallende Bälle als der OSC. Sollte die Wende gelingen, ist im dritten Anlauf vielleicht der erste deutlichere Sieg möglich, wobei Zurkowski entspannt ist: „Wie man mit einem Punkt gewinnt, wissen wir ja schon.“

OSC wirbt für Knochenmarkspenderdatei

Der OSC stellt den Spieltag ins Zeichen des Kampfes gegen Blutkrebs: Ab 14 Uhr können Zuschauer an einer unkomplizierten Typisierung für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) teilnehmen. Die Kosten trägt der Verein. Wie wertvoll die Registrierung als potenzieller Stammzellenspender sein kann, kann Jamie Herrschaft erzählen. Die städtische Angestellte, die bei Oberligist Concordia Belm-Powe Basketball spielt, hat bereits Knochenmark für einen Empfänger in Frankreich gespendet. Zum Dank wurde sie von ihrem basketballaffinen obersten Vorgesetzten, Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, zusammen mit vier Kollegen zum Panthers-Spiel gegen Braunschweig eingeladen.