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Aus in den Playoffs der 2. Bundesliga

Die Saison der Girolive-Panthers in der 2.

Basketball-Bundesliga ist beendet. Beim Wolfpack Wolfenbüttel verlor die

Mannschaft von Mario Zurkowski das entscheidende dritte Spiel in der

Halbfinalserie der Playoffs mit 69:75 (35:37).

In der Vorbereitung auf das entscheidende Duell hatte die Panthers die schwere

Verletzung von Viktoria Vincze schwer getroffen. Die Ungarin hatte sich im

Training das Knie verdreht und dabei offenbar einen Kreuzbandriss erlitten. Für

ihre verletzte Mitspielerin trug die Mannschaft beim Aufwärmen ein T-Shirt mit

der Aufschrift „V for VIKtory“. Das Spiel begann dann vor allem offensiv recht

verhalten. Das lag allerdings weniger an der Nervosität, sondern an der guten

Abwehrleistung beider Teams. 8:8 stand es so nach fünf Minuten, die allerdings

schon einen ersten Eindruck über die Intensität dieser Partie lieferten. 

 

Defensiv sehr konzentriert

Wolfenbüttels Spielmacherin Alysha Womack kassierte dann früh ihr zweites Foul

und die Panthers schienen das Spiel langsam in den Griff zu bekommen. Melina

Knopp traf einen Dreier zum 15:11 (8.) und obwohl die Osnabrückerinnen bis zum

Ende des Viertels keinen weiteren Punkt erzielten, stand es 15:12 für die

Gäste, die in der Defense weiter aufmerksam zugepackten. 

 

Tews hält von Außen dagegen

Das zweite Viertel eröffnete Wolfenbüttel mit sieben schnellen Punkten zur

19:17-Führung. Die Panthers kamen mit der Zonenverteidigung des Gegners

überhaupt nicht zurecht und wurden vom Tempo im Umschaltspiel, der sogenannten

Transition, sowie dem schnellen Passspiel überrascht. Ramona Tews hielt mit

zwei Dreiern dagegen, doch das Wolfpack war in dieser Phase das bessere Team.

Das lag auch an einer überragenden Trefferquote, sodass es nach einem Dreier

von Birgit Piibur und zwei Freiwürfen 31:25 stand (16.). Nach und nach fanden

die Panthers dann aber ein Mittel gegen die Zone und hatten das Spiel kurz

danach wieder ausgeglichen (31:31, 18.).

 

Probleme mit den Schiedsrichtern

Kurz vor der Pause bekamen die Panthers dann Probleme mit den Schiedsrichtern.

Zunächst pfiffen sie ein unsportliches Foul gegen Tonia Dölle – eine harte

Entscheidung. Kurz danach rollte der Ball nach einem Fehlwurf des Wolfpacks

über das Brett. Statt Einwurf für die Osnabrückerinnen lief das Spiel weiter.

Zurkowski regte sich über die Entscheidung auf und kassierte ein technisches

Foul. Trotz dieser Unwägbarkeiten und einer schwächeren Leistung im zweiten

Abschnitt lagen die Panthers zur Pause nur mit 35:37 zurück. 

 

Starke Reaktion im dritten Viertel

Die zweite Halbzeit eröffnete Wolfenbüttel mit fünf schnellen Punkten. N´Dea

Bryant kassierte direkt ihr drittes Foul und Promise Amukamara scheiterte mit

einem Korbleger (35:42, 23.). Es wurde nicht wirklich besser: Bryant bekam ihr

viertes Foul und war damit so gut wie aus dem Spiel. Wolfenbüttel traf beide

Freiwürfe und führte erstmals zweistellig (47:37, 25.). Beim Rebound fehlte die

Präsenz und langsam gingen die Köpfe nach unten. Viel sprach in dieser Phase

nicht für die Panthers. Gerade das schien die Mannschaft aber zu beflügeln: Angeführt

von der starken Mikaela Gustafsson arbeiteten sich die OSC-Frauen in die

Partie, agierten wieder griffig in der Defense und lagen so nach 30 Minuten

wieder nur mit 51:53 zurück. 

 

Am Ende fehlt auch das Glück

Im Schlussabschnitt erzielte Gustafsson direkt den Ausgleich, Dölle nach 30

Sekunden für die erste Führung nach langer Zeit. Wolfenbüttel hatte die Antwort

mit zwei Dreiern, doch auch darauf fand Amukamara von Außen das passende Mittel

(59:59, 33.). Die Gastgeberinnen machten das Spiel nun schnell und profitierten

davon (66:61, 35.). Vor allem gegen die wendige und kraftvolle Piibur fanden

die Panthers kaum ein Mittel. Dennoch blieben sie weiterhin im Spiel und lag

nach einem Dreier von Amukamara anderthalb Minuten vor Schluss mit 69:70

zurück. Doch es reichte nicht mehr. Amukamara bekam beim Zug zum Korb kein

Foul, Womack auf der Gegenseite schon. Sie verwandelte ihre Freiwürfe, ebenso

wie Piibur 16,2 Sekunden vor Schluss einen Versuch zum 73:69. Zu viel für die

Panthers, die einen großen Kampf boten. Beste Werferin der Osnabrückerinnen war

Mikaela Gustafsson mit 15 Punkten, bei Wolfenbüttel ragte neben Piibutr Alysha

Womack mit 21 Zählern heraus.

 

Neue Osnabrücker Zeitung