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BRYANT ÜBERRAGT BEIM PFLICHTSIEG

Montag 30. Januar 2017

Die Girolive-Panthers haben in der 2. Basketball-Bundesliga den Ausrutscher des Tabellendritten TG Neuss genutzt und sind nach Punkten mit dem Tabellendritten gleichgezogen. Am 15. Spieltag schlugen die OSC-Frauen den Tabellenvorletzten Barmer TV mit 67:45.

Fast drei Minuten lang taten sich die Panthers gegen die aufmerksame und energische Deckung der Gäste schwer. Erst im sechsten Angriff gelangen N‘Dea Bryant die ersten Punkte – zum 2:5 (3. Minute). Der Rückstand hätte da schon höher sein können, wenn die Gäste, die zunächst einmal die klareren Aktionen zum Korb hatten, ihre Würfe besser untergebracht hätten. Das gelang dafür Bryant auf der Gegenseite: Eine knappe Minute nach den ersten OSC-Punkten hatte die US-Amerikanerin im Alleingang auf 6:5 erhöht (4. Minute). Aber die Gäste verkauften sich besser, als es ihr vorletzter Tabellenplatz hätte erahnen lassen können. Offensiv brachten die kraftvollen Angriffe immer wieder Zählbares, auch wenn die Wurfquote nicht überragend ausfiel. Defensiv machten die Gäste aus Wuppertal dem OSC die Abschlüsse schwer – so dass auch die Panthers-Ausbeute nach dem ersten Viertel (14:18) zu wünschen übrig ließ. Einzige Lebensversicherung war bis dato Bryant (acht Punkte).

Wegen Durststrecken auf beiden Seiten bleibt das Spiel eng

Melina Knopp, die am Abend zuvor auf der Nacht des Sports als Sportlerin des Jahres 2016 ausgezeichnet worden war, eröffnete den zweiten Spielabschnitt mit dem ersten OSC-Treffer aus der Distanz und verkürzte. Tonia Dölle brachte die Panthers kurz darauf wieder in Führung (19:18/12.). In der Folge lief es runter bei den Osnabrückerinnen: Zwar verlegte Milica Milosev einen Zusatzfreiwurf zum Dreipunktspiel, bekam aber direkt selbst Reboundchancen, von denen sie die zweite verwertete (23:18/13.). Der BTV traf erst nach mehr als drei gespielten Minuten und kam nach einer Auszeit weiter heran, weil auch der OSC minutenlang ohne Korb blieb (25:24/17.). Erst Bryant beendete die Durststrecke (27:24/19.) und Knopp legte noch einen Korb bis zur Pause nach. Die Panthers-Führung von 29:25 war da auch zu einem guten Stück den Gästen zu verdanken, die von acht Freiwürfen nur einen unterbrachten.

Milosevs Dreier macht die Führung wieder zweistellig

Ungenauigkeiten brachten Osnabrück direkt nach dem Seitenwechsel in Front: Bryant bestrafte Wuppertals Fehler mit vier Punkten (33:25/22.). 70 Sekunden nach der Pause mussten die Gäste schon wieder in einer Auszeit nachbessern. Ein Dreier brachte den Gästen nur punktuell Besserung: Weil beim OSC auch Promise Amukamara inzwischen traf und die Gäste immer weniger punkteten, setzten sich die Panthers weiter ab (40:28/24.). Vor allem leisteten sich die Gastgeberinnen keine überlangen Schwächephasen mehr wie in den ersten beiden Vierteln. Der Barmer TV haderte derweil mit seinem ungenauen Spiel, sammelte aber gedankenschnell Rebounds auch unter dem OSC-Korb und war vor dem Schlussabschnitt noch nicht gänzlich abgeschrieben. Umso wichtiger war, dass Milosev das Viertel mit einem Dreier beendete (48:37).

Amukamara trifft weiter und macht den Sieg frühzeitig perfekt

Im Schlussabschnitt lag das Momentum zunächst bei den Gästen. Milosev vergab unter anderem zwei Freiwürfe; erst nach dreieinhalb Minuten konterte Knopp den 4:0-Start des BTV mit Zählern für den OSC. Erneut erlaubten sie die Gäste allerdings eine lange Durststrecke – so reichten Amukamaras Dreier und ein folgender Korb, um deutlicher davonzuziehen (57:41/36.). Der Barmer TV passte sich mit der Zeit in Sachen Wurfquote immer mehr seinem Tabellenplatz an. Die Panthers hatten keine Mühe, die Differenz in die Höhe zu schrauben. Amukamara (zehn Punkte am Stück) ließ einen weiteren Distanztreffer folgen, als nur noch eine Sekunde auf der Wurfuhr stand (62:43/38.). Am Sieg der Gastgeberinnen gab es da längst nichts mehr zu zweifeln. Am Ende erhöhten Jenny Strozyk (Freiwurf) und Emily Enochs den Erfolg noch auf mehr als 20 Punkte Differenz.