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Nicht dominieren, nur gewinnen

Eine Chance, näher an die Spitzenteams der 2. Basketball-Bundesliga heranzurücken, haben die Girolive-Panthers am vergangenen Wochenende mit der Niederlage bei BBZ Opladen (58:63) vergeben. Nun geht es für die OSC-Frauen darum, mit einem Pflichtsieg den Anschluss zu halten. Der Tabellenvierte empfängt am Sonntag (16 Uhr, OSC-Halle A) den Vorletzten Barmer TV.

Aber mit den vermeintlichen Pflichtsiegen ist das so eine Sache in dieser Saison: Der Drittletzte TuS Lichterfelde hat schon den Dritten Neuss und Spitzenreiter Wolfenbüttel bezwungen. Am vergangenen Spieltag unterlag Neuss zuhause dem Siebten Grünberg, während der Barmer TV den Zweiten Göttingen am Rande einer Niederlage hatte, bevor er mit 61:69 verlor. „Es gibt unglaublich viele enge Spiele“, sagt Zurkowski. Der Panthers-Trainer sieht es daher als seine Pflicht, auch vor dem Vorletzten der Liga eindringlich zu warnen: „Mir bleibt gar nichts Anderes übrig.“ Dass sich der BTV mit Maria Palacios von Bundesligist Chemnitz verstärkt hat, ist ein zusätzlicher Grund.

Das Hinspiel hatte der OSC mit 80:71 gewonnen, aber zur Pause noch mit fünf Punkten zurückgelegen. „Wir müssen von dem Denken wegkommen, jeden Gegner dominieren zu müssen. Man darf in dieser Liga nicht erwarten, dass man einen Gegner mit 20 Punkten aus der Halle bläst“, sagt Zurkowski. „Man muss in jedem Spiel voll fokussiert sein. Ich erwarte von meiner Mannschaft am Sonntag über 40 Minuten eine konzentrierte Leistung.“

Die gelang in Opladen zuletzt nicht. Dabei war der Trainer mit der Verteidigungsleistung durchaus einverstanden. Aber offensiv fiel noch mehr als beim Derbysieg gegen die OTB Titans ins Gewicht, dass die Zugänge Promise Amukamara und Milica Milosev bei aller individuellen Qualität noch nicht komplett in die Spielsysteme integriert sind. Genau wie Opladen werde auch der BTV „unglaublich diszipliniert verteidigen“, erwartet Zurkowski viel Gegenwehr. „Da müssen unsere offensiven Abläufe punktgenau sein.“

Bei der „Nacht des Sports“ werden die nominierten Panthers mit einer Abordnung vertreten sein, „aber nicht lange“, betont Zurkowski. Schließlich muss der OSC schon am Sonntag wieder an seine Grenzen gehen.

Neue Osnabrücker Zeitung