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Panthers schlagen OTB Titans im Derby deutlich

Die Girolive-Panthers haben das Osnabrücker Derby in der 2. Basketball-Bundesliga gegen die OTB Titans deutlich gewonnen. Vor rund 650 Zuschauern stellten die Panthers im zweiten Viertel die Weichen für den Erfolg und schraubten das Ergebnis am Ende auf 80:50.
17 Sekunden waren gespielt, als N‘Dea Bryant die Panthers in Führung brachte. Elizabeth Belanger sorgte zwar früh von der Freiwurflinie für die ersten Titans-Punkte (4:2/2. Minute), doch die körperlich sehr präsenten Panthers ließen nicht locker. Sie verteidigten aufmerksam und druckvoll und machten den Titans im Angriff das Leben schwer. OSC-Zugang Promise Amukamara sammelte ihre ersten beiden Punkte ebenfalls per Freiwurf (8:2/3.), danach bauten die OSC-Frauen mit Fastbreaks ihren Vorsprung aus. Amukamaras Dreier bedeutete eine Neun-Punkte-Führung (13:4/5.). Die zweite Neue der Panthers, Milica Milosev, ließ weitere Punkte aus der Distanz folgen (16:6/6.). Vor einer großen und stimmungsvollen Kulisse von offiziell rund 650 Zuschauern lieferten sich beide Teams ein intensives Duell. An der Freiwurflinie behielten die Spielerinnen beider Vereine die Nerven – ein Faktor, der den OTB im Spiel hielt. Vier Punkte in Serie von Birte Seyer aus dem Spiel heraus brachten die Titans heran (23:20/10.). Melina Knopp, die beim OSC trotz einer Sprunggelenksverletzung auflief, sorgte per Dreier für die 26:20-Führung nach dem ersten Viertel.
 
Amukamaras Dreier bringen die Panthers nach vorn
Mit Druck starteten die Panthers, brachten die Gäste mit einer offensive Presse aus dem Konzept und kamen zu schnellen Punkten, aber abzuschreiben waren die Titans noch nicht. Elizabeth Belangers Dreier und Katrin Sokoll-Potratz‘ Korb nach starker Kombination bedeuteten das 30:27 (13.). Larissa Schwarz brachte die OTB-Frauen mit zwei Freiwürfen gar auf 32:31 (14.) heran, aber immer, wenn es wieder eng wurde, zogen die Panthers das Tempo an: Mit zwei Dreiern am Stück war es zunächst Amukamaras Verdienst, dass der OSC innerhalb von nicht einmal zwei Minuten wieder deutlich auf Distanz ging (40:31/16.). Ramona Tews und Bryant legten noch einmal nach (44:31/17.). In der Folge wurden die Punkte etwas rarer, aber das Spiel nicht weniger intensiv: Der OTB gab sich nicht geschlagen, aber die Panthers gaben die Partie nicht aus der Hand: Mit der Pausensirene senkte sich Knopps Wurf aus der Drehung ins Netz – mit 48:34 lag der Favorit in Front.
 
OTB punktet kaum, die Panthers bauen den Vorsprung aus
Amencie Mercier eröffnete das dritte Viertel mit zwei Punkten für den OTB. Amukamara ließ ihren vierten Dreier des Spiels folgen (51:36/22.). Überhaupt waren die Panthers aus der Distanz gefährlicher: Milosev erhöhte per Dreier auf 56:40 (24.). Die Titans taten sich deutlich schwerer zu punkten, vor allem, wenn Belanger und Mercier Verschnaufpausen erhielten – auch wenn es insgesamt gelang, die Verantwortung auf mehr Schultern zu verteilen. Währenddessen bauten die Gastgeberinnen nicht mehr mit allergrößter Verbissenheit, aber zuverlässig den Vorsprung aus (65:42/28.). Knopp setzte mit ihren Zählern nach Fastbreak den Schlusspunkt zum 68:42 – schon vor dem Schlussabschnitt war das Derby entschieden.
 
Mit nachlassenden Kräften zum 30-Punkte-Sieg
Im letzten Viertel gab OSC-Trainer Mario Zurkowski auch den bislang weniger eingesetzten Akteurinnen Spielzeit. Angeführt von der erfahrenen Spielmacherin Amukamara, bauten Tonia Dölle und Emma Eichmeyer die OSC-Führung ein wenig aus. Beim OTB ließ Trainer Roland Senger den Profis Mercier und Belanger Zeit zum Luftholen. Auch die Panthers schonten Energie. Beiden Teams war inzwischen anzumerken, dass die intensiven Spielabschnitte zuvor Kraft gekostet hatten. Der OTB musste in der Schlussphase auf Mercier verzichten, die nach ihrem fünften Foul auf der Bank Platz nehmen musste (37.). Mikaela Gustafsson baute so den OSC-Vorsprung auf 30 Zähler aus (78:48/39.). Die Ergebniskosmetik der Titans rückte Melina Knopp wieder gerade, so dass die 30 Punkte Vorsprung auch mit der Schlusssirene Bestand hatten (80:50).
 
Panthers leihen Wellers an OTB aus
Am Rande der Partie wurde bekannt, dass Janina Wellers künftig für den OTB aufläuft. Der OSC leiht die Forward-Spielerin, die beruflich stark gefordert ist, an den Lokalrivalen aus. „Wir haben ein gutes Verhältnis zum OTB und ein Interesse daran, dass der OTB die Liga hält“, sagte Stefan Eggers, sportlicher Koordinator bei den OSC-Basketballern über die Personalie.
 
Neue Osnabrücker Zeitung