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56:53 GEGEN BENDER BASKETS GRÜNBERG

Die Girolive-Panthers

Osnabrück haben das letzte Spiel des Jahres in der 2. Basketball-Bundesliga in

einem dramatischen Finish gewonnen. Gegen die Bender Baskets Grünberg siegten

die OSC-Frauen am 12. Spieltag mit 56:53.

 

Schon nach 17 Sekunden landete Ramona Tews‘ erster Abschluss als Dreier im

Ring. Die Baskets haderten mit ihren Abschlüssen. So zog die Ex-Osnabrückerin

Annemarie Potratz zwar mehrfach energisch zum Korb, scheiterte aber mit dem

Korbleger. Der OSC hingegen arbeitete sich seine Würfe überlegt heraus: Zwei

Abschlüsse in Folge von Janina Wellers führten zur 9:2-Führung (3. Minute).

N‘Dea Bryant griff sich entschlossen Rebounds und punktete: Ihre beiden Treffer

bedeuteten einen frühen Elf-Punkte-Vorsprung (15:4/5.). Drei Minuten lang

blieben die Panthers danach ohne Punkte, aber sie konnten es sich erlauben,

weil die Gäste weiterhin schwach trafen. Tews ließ nach einem Grünberger

Fehlpass und Fast-break das 17:5 folgen für die Panthers, die agil

verteidigten, vorne überlegt den Ball laufen ließen und mit einer 19:9-Führung

in die erste Pause gingen.

 

Grünberg begann den

zweiten Spielabschnitt energischer, blieb aber unterm OSC-Korb erst einmal

glücklos. Potratz erzielte nach 3:06 Minuten die ersten Gästepunkte des zweiten

Viertels und legte zwei Freiwürfe nach, aber die Panthers hielten die Gäste auch

ohne enorme Schlagzahl mit einfachen Körben auf Distanz (27:15/15.). Zwei

Angriffe lang ließen die Osnabrückerinnen die Zügel schleifen. Erst traf

Isabell Meinhart einen Dreier, dann punktete Sarah Olson nach einem

OSC-Fehlpass, der zur dankbaren Fast-break-Einladung wurde (27:20/16.).

Meinharts nächster Dreierversuch sprang aus dem Ring, auf der Gegenseite sorgte

Melina Knopp mit einem einfachen Korb für etwas Ruhe, bevor Tews mit einem gut

freigespielten ansatzlosen Dreier den Vorsprung wieder weiter ausbaute

(32:22/18.). Vor allem Olson hielt die Gäste in dieser Phase im Spiel, so dass

sich die Panthers nicht zu früh im Ziel wähnen durften. Mit einer 32:24-Führung

gingen sie in die Pause, aber Trainer Mario Zurkowski, der im ersten Viertel

gelungene Aktionen an der Seitenlinie schon mal freudig bejubelt hatte,

bedeutete seiner Bank inzwischen lieber: Bloß die Ruhe bewahren.

 

Panthers tun sich zunehmen schwer, aber büßen keinen Boden ein

 

Zwei frühe Zähler von

Bryant brachten den Panthers keine Sicherheit. Die OSC-Frauen hatten gegen

Grünbergs Defensive ihre Probleme, zu Punkten zu kommen, und lebten – weil

spielerische Lösungen nicht zum Erfolg führten – mehr von den Einzelaktionen

(Tews/Bryant). Die Baskets nutzten das, um kontinuierlich den Rückstand abzubauen.

Olsons Dreier mit abgelaufener Wurfuhr brachte die Gäste auf fünf Punkte heran

(41:36/27.), Potratz tankte sich zu zwei weiteren Punkten durch (41:38/28.) und

mindestens genauso schwerwiegend: Auch bei den Rebounds zeigten sich die

Hessinnen bissig und griffen sich den Ball selbst unter dem OSC-Korb. Weil erst

Knopp aus dem Spiel und dann Mikaela Gustfasson drei ihrer vier Freiwürfe traf,

überstanden die Panthers diese kritische Phase und lagen vor dem

Schlussabschnitt wieder mit acht Zählern vorn (46:38).

 

Hochspannung in den Schlusssekunden

 

Zerfahren waren die

Anfangsminuten des vierten Viertels, in denen der OSC weder mit gut

vorbereiteten Würfen noch mit Verzweiflungsdreiern Punkte auf die Anzeigetafel

brachte. Auf der Gegenseite lieferte Olson mit beeindruckender Sicherheit ab

und brachte die Gäste heran (46:43/34.). Vincze und Gustafsson sorgten für ein

wenig Entlastung in einem unnötigerweise längst wieder hauchdünnen Duell, aber

Olson mit einem Dreier und Vasiliki Karambatsa besorgten den Ausgleich

(50:50/36.). Janina Wellers brachte die Panthers wieder in Front. Olson

antwortete per Dreier (52:53/38.), Tews tat es ihr im Gegenzug gleich

(55:53/38.). Eine Minute vor Schluss stand die Partie auf Messers Schneide. Ein

Fehlwurf aus der Distanz brachte den OSC 24,3 Sekunden in Ballbesitz. Sekunde

um Sekunde spielten die Panthers herunter, bevor Jenny Strozyk 6,9 Sekunden vor

Schluss mit Freiwürfen an die Linie musste. Den ersten vergab sie, der zweite

saß – und Grünbergs letzter Verzweiflungsangriff verpuffte, so dass die

Panthers mit einem dramatischen 56:53-Erfolg in die Weihnachtspause gingen.

 

 

 

Neue Osnabrücker Zeitung