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60:62-Niederlage in Krofdorf

Die Basketballerinnen der Girolive-Panthers haben am 11. Spieltag der 2. Bundesliga ihre dritte Niederlage eingesteckt. Bei den Krofdorf Knights unterlagen die Frauen des Osnabrücker SC in den Schlusssekunden mit 60:62. Lange waren sie einem Rückstand hinterhergelaufen, hatten aber in der letzten Spielminute noch einmal ausgeglichen.

10:14 lagen die Osnabrückerinnen nach den ersten zehn Minuten zurück. Aus der Distanz hatte Krofdorf Vorteile, auch wenn die Quote nicht überragend war: Drei von zehn Würfen fielen vor der Pause in den Korb, während die Panthers in der ersten Halbzeit allerdings nur einen ihrer neun Distanzwürfe im Ziel unterbrachten. Die OSC-Frauen führten nach zwei Vierteln dennoch, weil sie ihre Versuche aus der Nah- und Mitteldistanz etwas besser verwerteten. Mikaela Gustafsson und N’Dea Bryant stachen dabei aus der Statistik heraus. Allerdings hätten die Gäste zur Halbzeit noch deutlicher führen können als mit einem Punkt, aber die letzten Zähler des zweiten Spielabschnitts gehörten den Gastgeberinnen. Krofdorfs Beste Erin Bratcher verkürzte mit dem letzten Korb vor der Pausensirene per Dreier zum 28:29 aus Sicht der Hessinnen.

Durststrecke im dritten Viertel

Janina Wellers erhöhte nach dem Seitenwechsel sogar für die Gäste, aber die Führung war nicht von langer Dauer. Krofdorf fand besser in den Rhythmus; Bratcher und Roos Hof trafen. Die Panthers schlossen ihre Angriffe indes zu selten ab und leisteten sich stattdessen Ballverluste. Bei sechs Punkten Rückstand (33:39, 25. Minute) nahm OSC-Trainer Mario Zurkowski eine Auszeit, aber die Durststrecke hielt an. Die Knights trafen sowohl aus dem Spiel als auch von der Freiwurflinie. Die Panthers mussten derweil minutenlang warten, bis Bryant endlich wieder Punkte für den OSC erzielte – zum 35:46. Ein Dreier von Constanze Wegner brachte weitere Hoffnung, aber ins Schlussviertel gingen die Panthers mit einer Neun-Punkte-Hypothek (39:48).

Gustafssons Ausgleich kurz vor Schluss reicht nicht

Im vierten Spielabschnitt griffen die OSC-Frauen bei den Rebounds konsequenter zu als zuvor, mussten sich ihre Punkte aber hart erarbeiten. Krofdorf streute den ein oder anderen Dreier ein, so dass Osnabrück zunächst auf Distanz blieb. Bis kurz vor Schluss hatten die Knights ein Polster von sechs Punkten (59:53, 38.), dann aber drehten die Gäste noch einmal auf: Ramona Tews traf im achten Anlauf ihren ersten Dreier (56:59, 39.), Gustafsson verkürzte 50 Sekunden vor der Schlusssirene per Freiwurf auf 57:59 und glich knapp 30 Sekunden später aus – doch die Panthers retteten das Unentschieden nicht über die Zeit. Hof verwandelte in den Schlusssekunden drei Freiwürfe zur 62:59-Führung. Melina Knopp konnte den Rückstand mit einem Freiwurftreffer nach einem unsportlichen Foul nur noch auf 60:62 verkürzen.

Zurkowski: Schlechter Start aus der Kabine entscheidend

Dass die Panthers nach Infekten noch angeschlagen und nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, wollte Trainer Mario Zurkowski nicht als Entschuldigung für die Niederlage sehen. „Es war deutlich mehr drin, aber wir sind nach der Halbzeit ganz schlecht aus der Kabine gekommen und haben im vierten Viertel auch aus offenen Situationen unglaublich schlecht getroffen“, sagte der OSC-Trainer. „Durch Verteidigungswechsel haben wir Krofdorf aus dem Rhythmus gebracht und im vierten Viertel noch mal die Aggressivität erhöht. Die Schlussphase war dramatisch, aber wir haben das Spiel schon in den ersten sechs Minuten des dritten Viertels verloren. Die Mannschaft hat dann noch Charakter gezeigt, aber wir haben uns für unsere gute Verteidigung nicht mehr belohnt.“ Krofdorf rückt durch den Sieg bis auf zwei Punkte an den Tabellenvierten heran. „Wir haben knapp verloren, das ist okay. Aber ich glaube nicht, dass uns das noch mal gegen Krofdorf passieren wird. Das Rückspiel wird ein anderes Spiel. Jetzt kommt in zwei Wochen aber erst einmal Grünberg, und da wollen wir das Jahr positiv beenden“, sagte der OSC-Trainer.

Neue Osnabrücker Zeitung