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46:60 GEGEN WOLFENBÜTTEL

Eine Woche nach der Niederlage bei Spitzenteam Neuss sinddie Girolive-Panthers des Osnabrücker SC erneut ohne Sieg geblieben. Beim 46:60(21:30) gegen das Wolfpack Wolfenbüttel erlaubten sich die Panthers einen schwachen Start. Diesem Rückstand liefen die OSC-Frauen im gesamten Spielhinterher. Kurzzeitig war auf eine Wende zu hoffen, aber Durststrecken derPanthers und eine effektivere Wurfquote des Wolfpacks gaben den Ausschlagzugunstren der weiterhin ungeschlagenen Gäste.

Die Panthers starteten denkbar schlecht: Mit zwei katastrophalen Fehlpässen, die Wolfenbüttel zu zwei schnellen Körben und einer 6:0-Führung nach knapp anderthalb gespielten Minuten verwandelte. Nach nicht einmal drei Minuten hatte OSC-Trainer Mario Zurkowski die zweite Auszeit ngenommen und das Sakko abgelegt: 2:9 stand es, und sein Team hatte gegen das körperlich präsente Wolfpack weder defensiv noch offensiv ein Mittel gefunden.

Bei den Gästen fielen schon im ersten Durchgang zwei Dreier, die OSC-Frauen haderten mit ihrer Trefferquote selbst bei guten Wurfoptionen. Als die Panthers in der Deckung mehr investierten und Noemi Czirjak als Bewacherin für die quirlige Aneliya Draganova kam, nahm das Wolfenbüttel ein bisschen den Schwung. Viktoria Vinczes Dreipunktspiel brachte Osnabrück heran (10:18, 8. Minute), Melina Knopp und Ramona Tews verkürzten auf 15:18 mit der ersten Viertelsirene. Der OSC war im Spiel, hätte aber bei allein drei ausgelassenen Freiwürfen schon den Ausgleich sicherstellen können.

 Wegners Dreier ist zu wenig – Panthers-Durststrecke im zweiten Viertel

Das Wolfpack griff sich mehr Bälle unter dem Osnabrücker Korb und fand zudem noch zu leicht den Weg zum Ziel. Weil die Gäste ihre Würfe nicht mehr ganz so zielsicher versenkten, zogen sie nicht davon. Auch der OSC tat sich anfangs des zweiten Spielabschnitts schwer. Constanze Wegners Dreier (20:22/14.) war nicht der Startschuss für die erhoffte Aufholjagd.  Wolfenbüttels Crystal Leary traf ebenfalls aus der Distanz – der Auftakt für einen 8:1-Lauf der Gäste, die sich zudem den Luxus leisteten, dass die Ex-Osnabrückerin Klaudia Grudzien drei ihrer vier Freiwürfe liegen ließ und auch Alli Gloyd kurz vor der Halbzeit zweimal ohne Punkt die Freiwurflinie verließ. Das war für die Gäste zu verschmerzen, weil nach Wegners Dreier innerhalb von mehr als sechs Spielminuten nur ein einziger Freiwurf von Janina Wellers etwas am Ergebnis auf der Anzeigetafel änderte.

Panthers treffen schwach – Wolfenbüttel baut die Führung aus

Zerfahren begann das dritte Viertel mit den ersten Punkten für N‘Dea Bryant, aber auch mit vielen schnellen Angriffen, die beide Teams nicht im Ring unterbrachten. Ob Bryant oder Tews – auch bei den sonst zuverlässigen Punktelieferanten blieben freie Würfe ohne Erfolg. Immerhin lieferte Tews vier Panthers-Punkte in Folge, allerdings verpasste sie zweimal ein Dreipunktspiel und nahm kurz darauf nach ihrem vierten Foul auf der Bank Platz. Zwar holten die Panthers mit zunehmender Spieldauer ein bisschen energischer die Rebounds. Daraus folgten jedoch auch bei Mehrfachchancen keine Punkte, die Dreierquote rückte in die Nähe des Totalausfalls (1 von 9). So reichte es den Wolfenbüttelerinnen, ab und an ein paar Punkte zu erzielen, um die Führung auszubauen (42:27/27.). Mit 15 Punkten Rückstand (29:44) gingen die Panthers in den Schlussabschnitt.  

Wolfenbüttel bringt den Sieg clever ins Ziel

Ausschließlich von der Freiwurflinie erzielte das Wolfpack seine ersten Zähler im letzten Viertel. Mit ihrem Dreipunktspiel brachte Bryant die Gastgeber weiter näher heran (36:47/34.), aber Leary war zunächst weiter Wolfenbüttels Punkte-Versicherung. Tews‘ Dreier weckte erneut die Hoffnung auf einen Schlussspurt, aber Grudzien setzte Körper und Kräfte geschickt ein: Zweimal zog sie zum Korb und punktete. Auch wenn sie einen von zwei Zusatzfreiwürfen ausließ, war das Wolfpack auf der Siegerstraße (41:56/37.). Am Ende durften noch mal die Jüngsten ran bei den Panthers, denen es nicht mehr gelang, die zweite Niederlage in der 2. Bundesliga abzuwenden.

 

Panthers: N’Dea Bryant 6 Punkte, Noemi Czirjak 4, Tonia Dölle 2, Emma Eichmeyer, Emily Enochs, Mikaela Gustafsson 6, Melina Knopp 5, Jenny Strozyk 5, Ramona Tews 9/1 Dreier, Viktoria Vincze 5, Constanze Wegner 3/1, Janina Wellers 1

Neue Osnabrücker Zeitung