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SECHSTER SIEG IN SCHWACHEM SPIEL

Die Girolive-Panthers Osnabrück bleiben ungeschlagen. Am 6. Spieltag der 2. Basketball-Bundesliga schlugen die OSC-Frauen den Tabellenletzten Eintracht Braunschweig in einem insgesamt schwachen Spiel mit 74:52 (43:36).

Mit 5:0 gingen die Panthers durch N‘Dea Bryant und einen Dreier von Ramona Tews, bevor auch Braunschweig ins Spiel kam. Der Tabellenletzte war für die OSC-Frauen leicht auszurechnen, die Braunschweiger Pässe abfingen und Bälle gewannen. Allerdings schafften es die Panthers nicht, sich abzusetzen. Einige Abschlüsse nahmen sie überhastet, andere fanden auch nach ordentlicher spielerischer Vorbereitung und aus guter Position nur an den Ring. Weil auch die Panthers, bei denen Jenny Strozyk nach zwei Fouls schon frühzeitig auf der Bank saß, nachlässiger wurden, brachte Felicia Barron die Eintracht nach fünfeinhalb Minuten in Front. Vor allem Alayshia Hunter und Barron waren dafür verantwortlich, dass Braunschweig mit einer 23:20-Führung das erste Viertel beendete. Beim OSC traute sich zwar das gesamte Team Würfe zu, blieb aber zunehmend unglücklich im Abschluss. Ausnahme: Mikaela Gustafssons Korb zum 20:23 mit der Viertelsirene.

Panthers-Polster wächst langsam

Das Wurfglück kehrte noch nicht so schnell zurück. Die ersten vier Würfe – inklusive zwei Bryant-Freiwürfen – fielen nicht. Erst Tews erzielte nach einem unsportlichen Foul wieder Punkte im zweiten Viertel. Es ging allerdings weiter fahrig zu auf dem Parkett. Auch wenn die Panthers nun geduldiger ihre Chancen herausspielten, blieben Punkte zunächst auf beiden Seiten aus. Das änderte sich erst mehr als zwei Minuten später, als Viktoria Vincze traf und bei Janina Wellers endlich mal ein Ball durchs den Ring fiel (28:25/15. Minute). Wellers machte weiter eine unglückliche Figur, fand dann aber mehr Sicherheit: Sie trug mit zwei Körben zum 8:0-Lauf bei, der die Panthers mit 39:30 in Front brachte. Nun lief es bei Osnabrück offensiv besser, aber mit einer Unaufmerksamkeit gestatteten die Gastgeberinnen der Eintracht nach einem verworfenen Freiwurf noch einmal leichte Punkte zum Ärger von OSC-Trainer Mario Zurkowski. Dennoch ging sein Team mit einem kleinen Polster (43:36) in die Halbzeit.

Braunschweig bleibt minutenlang ohne Punkt

Braunschweig blieb nach dem Seitenwechsel 4:18 Minuten lang ohne Punkt. Der OSC punktete nicht sensationell besser, aber griff vor allem bei den Rebounds unter dem eigenen Korb konsequenter zu und ließ so keine zweiten Wurfchancen zu. Weil vorne dann doch einige Zähler zu verbuchen waren, wuchs der Vorsprung der Panthers kontinuierlich erst auf 15 (51:36/24.), dann auf 19 Punkte (57:38/27.). Auch wenn das Spiel weit von der überzeugenden Energieleistung des Pokalspiels unter der Woche gegen Herne entfernt war, gingen die OSC-Frauen mit einem beruhigenden Vorsprung (65:47) in den Schlussabschnitt.

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Beide Teams mit schwachem Schlussabschnitt

Das Niveau blieb schwach im letzten Viertel – und die Partie einseitig. In mehr als fünf Minuten gelang der Eintracht nur ein Zähler. Der OSC mühte sich im gleichen Zeitraum immerhin zu fünf Punkten. Am Ende war die Partie vor allem eine willkommene Gelegenheit für Zurkowski, mit Jenny Strozyk, Emma Eichmeyer und Emily Enochs drei jungen Spielerinnen Einsatzzeit und Erfahrung zu geben, bevor Eichmeyer mit ihrem fünften Foul vorzeitig aus dem Spiel ging – und Constanze Wegner mit einem Dreier-Versuch den Schlusspunkt setzte der bezeichnenderweise am Ring landete. 

N’Dea Bryant 13 Punkte, Noemi Czirjak 7, Tonia Dölle 2, Emma Eichmeyer, Emily Enochs 2, Mikaela Gustafsson 15, Melina Knopp 2, Jenny Strozyk 2, Ramona Tews 6/1 Dreier, Viktoria Vincze 9, Constanze Wegner 7/1, Janina Wellers 9.

Neue Osnabrücker Zeitung