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Großer Panthers-Kampf wird nicht belohnt

Donnerstag 27. Oktober 2016

Der DBBL-Pokalwettbewerb der Saison 2016/17 geht seit Donnerstagabend ohne die Girolive-Panthers weiter. Beim 68:82 (35:51) war Bundesligist Herner TC eine Nummer zu groß.

Die OSC-Frauen kombinierten sich phasenweise ansehnlich zu Punkten, trafen auch mal die etwas schwierigeren Würfe und gestatteten dem HTC das Weiterkommen wahrlich nicht im Spaziergang. So sehr Trainer Mario Zurkowski aber auch anfeuerte, sein Personal rotieren ließ und immer wieder frische Kräfte ins Spiel brachte – unter dem Strich setzten sich die individuelle Klasse und Erfahrung des Bundesligisten durch.

Herne holt klar mehr Rebounds

Ihre ersten sechs Punkte sammelten die Herner gleich in Form von zwei Dreiern, während den OSC-Frauen eine etablierte Distanzschützin fehlte. Der Ausfall der grippekranken Melina Knopp war eine Hypothek. Ramona Tews übernahm zum Auftakt den Job der Topscorerin: Mit elf Punkten – darunter zwei Dreier – trug sie maßgeblich dazu bei, dass Herne nicht schon früh außer Sichtweite davonzog.

Der HTC war allerdings unter den Körben präsenter, sammelte mehr abprallende Bälle – 27 zu 9 allein in der ersten Halbzeit – und nutzte seine Wurfoptionen etwas besser. Dass die Panthers trotzdem zumindest eine Zeit lang auf eine Überraschung hoffen durften, war zu Beginn auch ihrer Freiwurfquote (5 von 6) zu verdanken. Als Noemi Czirjak ihre beiden Versuche versenkte, waren die zwischenzeitlich elf Punkte Rückstand auf den HTC auf drei zusammengeschrumpft (18:21/9. Minute).

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Zur Halbzeit noch nicht abgeschrieben

Allerdings zog der Bundesligist zum Ende des Viertels noch einmal das Tempo an und führte im zweiten Spielabschnitt dauerhaft zweistellig. Wenn die Panthers ihren Gegnerinnen nicht eng genug auf den Füßen standen, wussten die ihre Freiheiten zu verwerten. Abschreiben ließen sich die Osnabrückerinnen aber auch mit dem 35:51 zur Halbzeit noch nicht.

Mit großem Kämpferherz kam der OSC aus der Pause und mit einem 8:0-Lauf wieder auf acht Punkte heran (43:51/23.). Dann traf zwar auch wieder der HTC, aber das Momentum gehörte noch den Panthers: Jenny Strozyks Dreier war wertvoll, und wenn Tews und Mikaela Gustafsson nicht jeweils einen Freiwurf ausgelassen hätten, wäre der Abstand noch weiter geschmolzen als auf 55:61 (28.). Vor dem Schlussabschnitt hielt Osnabrück die Distanz noch immer im Rahmen (59:68).

Herne findet immer eine Antwort

Auch in den letzten zehn Minuten sollten die Panthers den Gegner nie ganz aus den Augen verlieren, aber selbst auf N‘Dea Bryants Korb zum 64:69 (34.) fand Herne umgehend eine Antwort. Der Bundesligist ließ sich von der aufopferungsvollen Aufholjagd des OSC nicht aus dem Konzept bringen, sondern bewies im Offensivspiel letztlich die besseren Nerven. Während die Panthers einige Würfe ausließen, baute der HTC den Vorsprung zum Ende wieder aus (68:79/60.) und brachte den Sieg nicht souverän, aber ungefährdet über die Zeit.

Zurkowski: Mit dieser Niederlage kann ich leben

Den Applaus des Publikums hatten sich nach intensiven 40 Pokal-Minuten nicht nur die Sieger aus Herne, sondern auch die unterlegenen Panthers verdient. „Wir haben uns gegen einen sehr guten Gegner, der jeden unserer Fehler bestraft hat, als Team weiterentwickelt, nie aufgegeben und einen riesigen Schritt nach vorne gemacht“, analysierte OSC-Trainer Zurkowski die Partie: „Mit dieser Niederlage kann ich leben.“

Neue Osnabrücker Zeitung