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650 FANS FEIERN 65:60-SIEG

59 Sekunden vor der Schlusssirene musste Hallensprecher Carsten Thye nicht lange bitten mit dem Aufsteh-Kommando zu seiner Erkenntnis „Osnabrück bebt!“ 650 Fans waren begeistert vom mitreißenden Heimdebüt der Girolive-Panthers und feierten stehend die strahlenden OSC-Basketballfrauen für ihren 65:60-Erfolg (32:32) gegen das BBZ Opladen. 

„Wir haben mit unseren Zuschauern gefightet“, gestand Trainer Mario Zurkowski und atmete nach der dramatischen Partie erst einmal durch. Auch mit Blick auf die Unparteiischen, wobei manche der 24 (gegenüber 16) den Osnabrückerinnen angekreideten Fouls diskussionswürdig waren, aber Ausdruck der enormen Energie der Panthers und nicht entscheidend für den Ausgang eines packenden und best-unterhaltsamen, wenn auch manchmal hektischen Spiels zwischen anspruchsvollen Zweitligateams.

Was dabei die Panthers im letzten Viertel nach einem 47:49 (30.) sowie 51:54 (34.) mit einem tollen Endspurt zum 62:54 (1:50 vor Schluss) leisteten, macht nicht nur Appetit auf mehr für die tolle Kulisse. Es lässt auch daran glauben, dass die neue Mischung mit jung und erfahren sowie regional, national und international mit bereits jetzt spürbarem Teamgeist einiges erwarten lässt. „Ich bin stolz auf dieses Team, wie es sich zerreißt und zusammen steht“, lobte der Coach die Panthers, die neben der Energie vor allem durch Vielfalt auf allen Positionen gefielen. „Ich habe die Energie vom Publikum und von der Bank“, lobte die Ungarin Viktoria Vincze ihr neues Umfeld, ohne sich selbst zu betonen. Dabei war die Längste im Team (1,89 m) zugleich die Größte mit fünf Körben in Folge zum spielentscheidenden Spurt vom 49:52 zum 57:54, ehe die verlässliche Lokalmatadorin Janina Wellers und die manchmal noch ungestüme Amerikanerin N‘Dea Bryant den Deckel draufmachten zum dritten Sieg im dritten Ligaspiel gegen einen Play-off-Kandidaten. Ob Youngster Jenny Strozyk oder die teamorientierten Noemi Czirjak, Ramona Tews oder Constanze Wegner – sie alle ließen sich durch eine bescheidene Trefferquote von 39 Prozent nicht von ihrer Willenskraft abbringen, den eingeschlagenen Weg mit viel Tempo und noch mehr Herz zu gehen.

Ganz im Sinne der Kulisse, die sie gleich beim Heimdebüt für sich gewann. Und das mit Herz erfrischendem, wenn auch manchmal (noch) wildem Basketball. Wer mit drei Siegen in Folge startet und zudem im Pokal gewann, hat erst mal alles richtig gemacht.

Neue Osnabrücker Zeitung