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Osnabrück gewinnt nach Verlängerung

Dramatischer Spielverlauf in Osnabrück: Obwohl die GiroLive-Panthers zwischenzeitlich mit 15 Punkten Vorsprung führten, retteten sie sich am Ende mit viel Leidenschaft und Willen in die Verlängerung. Nach 45 Minuten stand ein 79:76 (47:34)-Heimsieg über die USC Eisvögel Freiburg zu Buche. „Am Ende haben wir Herz gezeigt und die Overtime erzwungen. Dieser Charakter zeichnet unsere Mannschaft aus“, sagte Trainer Mario Zurkowski.

Der Coach und sein Assistent – Geburtstagskind „Sasa“ Cuic – sahen einen vielversprechenden Auftakt. Beim 12:5 (5. Minute) nahmen die Gäste die erste Auszeit. Katie McWilliams sorgte mit dem dritten Dreier auf Seiten der Panthers sogar für eine 20:11-Führung, die Freiburg aber bis zum Viertelende verringern konnte (23:19).

Keine zwei Minuten später war die Partie ausgeglichen (23:23; 12.). Jenny Strozyk ließ die 550 Zuschauer jubeln und war auch nach der Auszeit des USC (32:25; 16.) nicht zu stoppen. Mit ihrem Zug zum Korb riss sie Lücken in der Defensive der Gäste, die der Aufsteiger zu einer 36:25-Führung zu nutzen wusste (17.). Die Gäste hatten Probleme, das Tempo der Panthers mitzugehen und gerieten immer weiter in Rückstand (47:34). Alle von Zurkowski eingesetzten Spielerinnen hatten bis hierhin gepunktet. „Unser Gameplan ist gut aufgegangen“, befand der Coach. Sam Fuehring, zweitbeste Scorerin der Liga, stand zu diesem Zeitpunkt noch bei 0 Zählern und gerade mal drei Wurfversuchen.

Brianna Rollerson hingegen erzielte unmittelbar nach Wiederanpfiff ihre Punkte 16 und 17 (49:34). Ein 0:8-Lauf zum 49:42 wurde von Rowie Jongeling und Kata Takács gestoppt, und nachdem die Österreicherin einen Pass abgefangen hatte, legte sie zum 55:43 nach (26.). Da die Gastgeberinnen aber nur noch einen Punkt von der Freiwurflinie verbuchten, gelang es Freiburg, wieder in Reichweite zu kommen (56:50). „In der zweiten Halbzeit haben wir nicht mutig genug gespielt. Die Defensive hat uns aber im Spiel gehalten“, urteilte Zurkowski.

Zwar eröffnete Tonia Dölle den Schlussabschnitt (58:50). Doch Luana Rodefeld brachte ihr Team zum ersten Mal in Führung (58:60; 36.). Gut drei Minuten vor dem Ende mussten die Niedersachsen den höchsten Rückstand verkraften (60:66), bei noch 1:49 zu spielenden Minuten hatte sich am Abstand noch nichts geändert (64:70). Nach der Auszeit punktete zunächst Brianna Rollerson, ehe Brittany Carter und schließlich Kata Takács (mit zwei Freiwürfen) die Partie in die Verlängerung schickten – obwohl Osnabrück nach der Pause keinen Dreier mehr traf.

Sam Fuehring erzielte alle Punkte der Gäste in der Overtime (76:76; 47 Sekunden vor Schluss). Rollerson legte von der Freiwurflinie vor, den folgenden Angriff der Eisvögel verteidigten die Panthers bis zum Ende der Shotclock. Der Fehlwurf landete in den Händen von Carter, die Osnabrück mit zwei Freiwürfen mit 79:76 in Führung brachte. Freiburgs Einwurf im Vorfeld flog über alle Köpfe hinweg, so dass die Gastgeberinnen noch einmal in Ballbesitz kamen. Jongeling wurde noch einmal gefoult, die beiden Fehlversuche von der Linie waren aber nicht mehr spielentscheidend. „In der Verlängerung stand das Spiel auf Messers Schneide. Wir haben gekämpft und die Nerven an der Freiwurflinie behalten“, freute sich Zurkowski.

Osnabrück war in allen Kategorien leicht besser: Rebounds (45:41), Ballverluste (15:17), Assists (14:10), Steals (11:10) und Blocks (3:0). Auch aus der Nah- und Mitteldistanz hatten die Panthers das bessere Händchen (56% zu 47%), von der Dreierlinie und Freiwurflinie waren die Eisvögel besser.

Am kommenden Samstag sind die Panthers um 19 Uhr in Marburg zu Gast.

Die Viertel im Überblick: 23:19; 24:15; 9:16; 14:20; 9:6.

Für Osnabrück spielten: Rowie Jongeling (10 Punkte/1 Dreier, 3 Blocks), Tonia Dölle (3), Brittany Carter (12/2), Emma Eichmeyer (5), Jenny Strozyk (10, 4 Assists), Frieda Bühner (nicht eingesetzt), Kata Takács (8, 11 Rebounds, 4 Steals), Katie McWilliams (3/1), Brianna Rollerson (26, 9 Rebounds).

Für Freiburg punkteten Alexa Hart (17), Sam Fuehring (14), Cassandra Breen (14) und Luana Rodefeld (11) am häufigsten.