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Osnabrück kann Keltern nicht stoppen

Die Überraschung ist ausgeblieben: Im Heimspiel gegen die Rutronik Stars Keltern hatten die GiroLive-Panthers Osnabrück trotz eines couragierten Auftritts das Nachsehen. 58:78 (27:29) lautete der Endstand. Der Aufsteiger hielt zwar bis in den Schlussabschnitt mit. Doch in den letzten zehn Minuten legte der Eurocup-Teilnehmer und Vizemeister eine Schippe drauf und zeigte den Gastgeberinnen die Grenzen auf.

„Wir haben ein tolles Spiel gemacht, soweit die Kräfte gereicht haben. Wir hatten Keltern defensiv über weite Strecken ganz gut unter Kontrolle. Da ist unser Plan aufgegangen. Auf der ersten Halbzeit können wir aufbauen, aus der zweiten können wir lernen. Wir haben neue Erkenntnisse bekommen, wo wir uns verbessern müssen“, sagte Trainer Mario Zurkowski nach Spielende.

Osnabrück startete mit viel Energie ins Spiel, verdiente sich eine kleine Führung (6:2). Dass Keltern nach dem ersten Viertel in Führung lag (11:15) war damit zu erklären, dass die Gäste jeden Fehler des Außenseiters mit schnellen Abschlüssen bestraften. Die Panthers hielten mit Einsatz dagegen – und mit Brianna Rollerson. Die Amerikanerin erzielte 16 der 27 Punkte vor der Pause. Zur Pause schien die Sensation daher noch möglich (27:29).

Nach dem Seitenwechsel war es allen voran Brittany Carter zu verdanken, dass Osnabrück in Reichweite blieb. Sie erzielte 8 ihrer 12 Punkte in dieser Phase. Offensiv konnten sich die Panthers sogar noch einmal steigern, allerdings machte sich der Kräfteschwund in der Defensive bemerkbar. Mit 18:26 ging dieser Abschnitt an die Gäste (45:55).

Die Vorentscheidung fiel direkt zu Beginn des vierten Viertels. Die Gastgeberinnen ließen beste Gelegenheiten zu punkten ungenutzt, im Gegenzug legte Keltern jedes Mal nach. Das Team um die Ex-Osnabrückerin Jasmine Thomas ließ Ball und Gegner fortan laufen und kam letztlich zu diesem ungefährdeten Erfolg.

Gegen die physisch agierenden Gäste verloren die Panthers das Reboundduell (33:41), auch in Sachen Ballgewinnen hatten die Sterne klar die Nase vorn (4:12). Bei den Ballverlusten fiel der Unterschied nicht so groß aus (18:16). Beide Teams trafen 25 Prozent ihrer Versuche von der Dreierlinie, aber im Zweitpunktebereich schloss Osnabrück zu schwach ab (17/43 ggü. 25/47).

Am kommenden Sonntag treten die Panthers in Göttingen an (16 Uhr). Beide Mannschaften haben zwei der bisherigen fünf Partien gewonnen.

Für Osnabrück spielten: Brittany Carter (12 Punkte/2 Dreier), Julia Dzeko, Tonia Dölle, Emma Eichmeyer (10, 4 Assists), Rowie Jongeling (7/1, 10 Rebounds), Katie McWilliams (3/1), Brianna Rollerson (26), Jenny Strozyk, Kata Takács.