GiroLive-Panthers - Presseinformation

Wir möchten heute offiziell bekannt geben, dass wir den Vertrag von Peter Kortmann für die kommende Saison nicht verlängern konnten. Sicherlich haben wir uns die Entscheidung nicht leicht gemacht und in einer Sondersitzung mit Vorstand und Geschäftsführung kontrovers diskutiert – doch am Ende sprachen die Zahlen für sich. Meinungen, Emotionen und sportliche Ergebnisse beschönigen diese Zahlen leider nicht. Sachlich und frei von Emotionen betrachtet, konnten wir keine anderweitige Entscheidung treffen.  Verschiedenste Informationen von unterschiedlichen Menschen sind in den letzten Wochen bezüglich des Zahlenmaterials durch den Verein und in der Öffentlichkeit kursiert – nicht immer zugunsten einer sachlichen Entscheidung. Wir möchten heute keine Zahlen an die Öffentlichkeit geben, aber über Hintergründe aufklären, die offensichtlich und verständlicherweise nicht allen bewusst sind.
Als Vereinsführung müssen wir das „große Ganze“ im Blickfeld haben. Hierzu zählen neben den Panthers auch noch die vielen Abteilungen des Hauptvereins. Mit knapp 8500 Mitgliedern tragen wir eine große Verantwortung, der wir auch mit dieser Entscheidung gerecht werden wollen. Eine Profimannschaft in einem Breitensportverein muss sich selbst tragen. Ein Zuschuss von Seiten des Hauptvereins kann und darf nur im passenden Verhältnis ausfallen. Dies war – dank des Hauptsponsors GiroLive-– in den letzten beiden Saisons der Fall. Dies wäre – aufgrund des Wegfalls des Hauptsponsors GiroLive-– in dieser Saison nicht mehr der Fall. Dem Hauptverein steht ein Neubau, der mit Leben gefüllt werden muss, bevor. Abteilungen möchten unterstützt werden, Schulkooperationen ausgebaut werden. All dies ist nur mit einer streng überwachten Haushaltsplanung möglich.
Dank bestehender und neuer Sponsoren konnten wir relativ frühzeitig den Antrag für eine weitere Saison im Oberhaus des Damenbasketballs stellen, wussten aber bereits zu diesem Zeitpunkt, dass wir Einsparungen vornehmen müssen. Nach Betrachtung des Budgets stand relativ schnell fest, dass Einsparungen nur im personellen Bereich zu leisten sind.
Auch hier kommen nun verständlicherweise Stimmen mit der Frage auf, warum wir nicht als erstes im Budget „Spielerinnen“ Einsparungen vornehmen. Die Antwort ist simpel und einfach: Weil dies nicht möglich ist. Unser eigener Nachwuchs (WNBL) wird sicherlich kommen, braucht aber noch mindestens ein/zwei Jahre. Die „starting five“  bestand auch schon in dieser Saison hauptsächlich aus bezahlten Profisportlerinnen (drei Amerikanerinnen + eine Luxemburgerin + eine Deutsche), auf die wir auch in der nächsten Saison nicht verzichten können. Ob und inwiefern wir Spielerinnen wie Lea Vatthauer, Melli Knopp, Sabrina Ochs und Katharina Schulte to Bühne für eine weitere Saison bei den Panthers gewinnen können, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Sicherlich verstehen wir auch die Enttäuschung der Spielerinnen, dass wir Peter Kortmann nicht halten konnten. Trotzdem möchten wir positiv in die Zukunft blicken. Diese werden wir nun, beschränkt im Bereich der Spielerinnen, mit unserem eigenen Nachwuchs gestalten und Christian Kaiser als Headcoach einsetzen. Wir hoffen, dass er die Unterstützung bekommt, die er verdient. Wir alle haben in unserem Leben Chancen bekommen und wir sehen, dass für Christian die Chance nun da ist. Neben Christian wir es einen neuen Co-Trainer geben, der zu diesem Zeitpunkt noch nicht namentlich genannt werden kann. Wenn die Zeit gekommen ist, wird unser neues Trainerteam der Presse Rede und Antwort stehen. Trotzdem möchten wir es auch hier nicht versäumen Peter Kortmann, der unser Saisonziel erreicht hat und eine ruhige Atmosphäre in einer sehr unruhigen Zeit geschaffen hat, zu danken.

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