Interview mit Christian Kaiser, dem neuen Headcoach der GiroLive Panthers.

 

Redaktion:
Hallo Christian du bist jetzt Headcoach bei den GiroLive Panthers viele beim OSC kennen Dich, der eine mehr der andere weniger – stell dich und deine sportliche Geschichte bitte einmal vor:

Kaiser:
Ich habe mit vier Jahren angefangen Basketball zu spielen, auch beim OSC „was für ein Wunder!“, dann hab ich mich durch alle Jugendmannschaften durchgespielt. Ich bin von der dritten Herren über die zweiten Herren in der ersten Herrenmannschaft angekommen. Irgendwann sind wir dann in die Pro B aufgestiegen und hießen ein Jahr lang P4two Ballers. Danach hab ich den OSC für ein Jahr verlassen und bin nach Leipzig gegangen. Nach dem Jahr in Leipzig kam ich zurück zum OSC und habe die freie Co-Trainer Stelle bei Hanna Ballhaus übernommen und nach dem Aufstieg in die 1. DBBL auch bei Peter Kortmann.

 

Redaktion:
Wie sieht ein Arbeitstag als Coach der GiroLive Panthers aus?

Kaiser:
Im Moment sieht der Tag relativ entspannt aus. Ich fange morgens um zehn Uhr an und erledige erst mal die anfallende Büroarbeit. Zurzeit renoviere ich mit einigen Helfern die Spielerwohnungen und die Flüge für die Spielerinnen müssen noch gebucht werden. Der Trainingsplan steht bereits und die ersten Testspiele sind vereinbart.

 

Redaktion:
Testspiele, gibt es da schon Details?

Kaiser:
Wir werden unter anderem jeweils zweimal gegen Wolfenbüttel, Rothenburg und Herne spielen. Weitere Testspiele sind noch in der Planung.

 

Redaktion:
Erkläre doch kurz, wie der Auswahlprozess für geeignete Spielerinnen vor sich geht. Was für Kriterien waren für dich entscheidend bei der Auswahl einer Spielerin.

Kaiser:
Ich bekomme in der Woche ca. 150 Videos von den Agenten. Ich schaue mir dann immer erst das Highlight Tape an, da sieht man dann schon, ob die Spielerin interessant ist und infrage kommen könnte. Dann fange ich an mir die einzelnen Spiele anzuschauen, dieses Jahr wollen wir schnellen Basketball spielen und da suche ich Spielerinnen aus, die in dieses Konzept passen. Dann nehme ich Kontakt zu den Spielerinnen und Agenten auf und kläre die Einzelheiten. Alles Weitere ergibt sich dann.

Redaktion:
Von deinen zehn Spielerinnen kennst du sieben Damen ja recht gut, weil du in den letzten Jahren mit Ihnen zum Teil zusammengearbeitet hast. Jetzt hast du mit Rosenfeld, Höhne und Schwagmeyer drei ganz neue Spielerinnen in deinem Team, warum bist du der Meinung, dass sie gut in die Mannschaft passen.

Kaiser:
Heila Rosenfeld habe ich genommen, weil sie eine erfahrene Spielerin ist und weil sie auf allen drei Positionen (1,2,3) spielen kann. Ali Schwagmeyer hat mir auf den Videos sehr gut gefallen, weil sie als Linkshänderin spielt, sie hat einen guten Wurf und macht den Eindruck auf mich das Sie ehrgeizig ist und im Basketball weiterkommen will. Juliane Höhne spielt auf Position 5 und passt hervorragend zu Jessica Höötmann und natürlich, weil sie eine deutsche Spielerin ist.

 

Redaktion:
Das Training beginnt Anfang August, wie sieht Dein Trainingsplan aus für die ersten Tage?

Kaiser:
Wir werden uns am 31. Juli mit der gesamten Mannschaft zum Kennenlernen treffen. Das erste Training beginnt am 01. August um 18:00 Uhr. Die ersten drei Tage im August ist ein lockeres Training geplant, das Wochenende haben die Spielerinnen frei und am darauf folgenden Montag geht das Training voll los.

 

Redaktion:
Du warst in der letzten Saison Coach unter Peter Kortmann und hast die Vorbereitung auf die Saison hautnah mitbekommen, was möchtest du anders machen oder wird die Vorbereitung ähnlich aussehen wie im letzten Jahr?

Kaiser:
Nein, ich werden ganz anders vorgehen, wir werden das „aktivital“ stärker in unser Training einbinden. In der ersten Woche beginnen wir mit einem Steppkurs, in der zweiten Woche machen wir Tae-Bo und Box-Fitness. Wir wollen nicht nur in der Halle trainieren, weil ich glaube, die Saison wird lang und wir werden noch oft genug in der Halle stehen. Mir geht es darum, das Training abwechslungsreich zu gestalten.

 

Redaktion:
Wo stehen die GiroLive Panthers in dieser Saison?

Kaiser:
Es gibt 2-3 Mannschaften, die mit uns auf Augenhöhe stehen. Es ist aber schwer diese Saison einzuschätzen, es wird genauso eng werden wie in der letzten Saison. Ich glaube die Liga ist in dieser Saison noch ausgeglichener als in der letzten.

Die Redaktion bedankt sich bei Christian Kaiser für das Interview.

 

 

Interview, Text und Foto: Tillner / Wietheuper

Impressum